Ein afrikanisches Gastmahl

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Titel: Ein afrikanisches Gastmahl
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aus: Die Gartenlaube, Heft 24, S. 761, 772
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1898
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung: Programm der Dompteurin Claire Heliot
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[761]
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Ein afrikanisches Gastmahl.
Nach dem Leben gezeichnet von F. Specht.

[772] Ein afrikanisches Gastmahl. (Zu dem Bilde S. 761.) Seit Jahresfrist bilden in verschiedenen deutschen Städten die Aufführungen der Löwenbändigerin Miß Claire Heliot für das schaulustige Publikum eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges. Die anmutige „Dompteuse“ ist in England geboren, hat aber ihre Erziehung von früher Jugend an in Deutschland erhalten. Ihr Entschluß, Löwen zu dressieren, entstammt ihrer großen Zuneigung zu den Tieren. In dem durch seine erfolgreiche Löwenzucht berühmten Zoologischen Garten zu Leipzig fand sie das geeignete Tiermaterial, neun Löwen, die beim Beginn der Dressur etwa ein Jahr alt waren. Miß Heliot hat die mildesten Mittel zur Bändigung angewandt und dadurch den Vorteil erreicht, daß ihre Aufführungen nichts Rohes an sich haben, sondern anmutig berühren. Es ist der Miß gelungen, zwei ihrer Löwen, Sascha und Nero, zu Seiltänzern auszubilden, was in der Geschichte der Löwendressur durchaus neu ist. An einigen Nummern des reichhaltigen Programms nehmen auch zwei deutsche Doggen teil. Unser Bild wurde von F. Specht nach dem Leben gezeichnet, als Miß Heliot in Nills Zoologischem Garten zu Stuttgart Vorstellungen gab. Es stellt die Scene im Centralkäfig dar, in welcher die Bändigerin einen Teil ihrer Löwen an einer Tafel mit Fleischstücken füttert.