Hauptmenü öffnen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Emil Rittershaus
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Ein Scheidegruß für das Jahr 1888
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 52, S. 877
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1888
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[877]
Ein Scheidegruß für das Jahr 1888.


Nun leg’ dich in die Gruft, du Jahr
Der Thränen und Trauerweiden!
An zweier Kaiser Todtenbahr’
Zu klagen uns beschieden war

5
In tiefen, tiefen Leiden.


Der erste deutsche Kaiser schied,
Der Große, der Ruhmesreiche.
Kaum war verhallt das Trauerlied –
Da haben wir im Schmerz gekniet

10
An Kaiser Friedrichs Leiche!


Held Wilhelm war, dem Schnitter gleich,
Gestorben am Erntefeste.
Vom Fels zum Meer ein einzig’ Reich!
Hoch ragen sah er, Zweig an Zweig,

15
Des Zollernstammes Aeste!


Held Friedrich war der Sämann nur,
Gestorben beim Feldbestellen –
Doch nicht vergeh’n wird seine Spur!
Was er gesät; der Zukunft Flur

20
Schmückt’s einst in goldnen Wellen!


So geb’ es Gott, so hoffen wir
Und grüßen der Krone Erben.
Stolz weht Germanias Panier!
Treu sind wir, Reich und Kaiser, dir

25
Im Leben und im Sterben!
Emil Rittershaus.


Die Gartenlaube (1888) b 877.jpg