Textdaten
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Autor: Rudolf Presber
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Titel: Die kleine Lampe
Untertitel:
aus: Die zehnte Muse. Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl. S. 2
Herausgeber: Maximilian Bern
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1904
Verlag: Otto Eisner
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Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Commons = Google-USA*
Kurzbeschreibung:
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Die zehnte Muse (Maximilian Bern).djvu
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Die kleine Lampe.

Es steht in meinem Zimmer
Ein Lämpchen auf dem Pult,
Das hat einen freundlichen Schimmer,
Das hat eine lange Geduld.

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Ist emsig, mir zu dienen,

Hat oft, wenn alles schlief,
Manch süsse Dummheit beschienen
Und manchen Liebesbrief.

Es hat in einsamen Jahren

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So treu für mich geglüht;

Und jüngst hab’ ich’s erfahren:
Das Lämpchen hat auch – Gemüt.

Es kam zu heimlicher Feier
Die Kleine – zum ersten Mal …

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Gesichtchen tief im Schleier,

Die Schultern tief im Shawl.

Sie kam so scheu, so schüchtern,
Sie stand so fluchtbereit –
Mein Herz war nicht mehr nüchtern

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Vor so viel Seligkeit.


Wir sassen beim roten Weine,
Sie flüstert: Jetzt muss ich nach Haus –
Da ging die kluge, kleine,
Taktvolle Lampe aus …

Rudolf Presber