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Titel: Die freien Hülfscassen und der Reichstag
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aus: Die Gartenlaube, Heft 45, S. 764
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1875
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[764] Die freien Hülfscassen und der Reichstag. Zu Anfang der Herbstsession des Reichstages kommt die gesetzliche Regelung des Hülfscassenwesens auf die Tagesordnung. Da das Reichskanzleramt zu diesem Behufe sorgfältige statistische Erhebungen über die Zwangscassen angeordnet hat, während eine gleiche Sorgfalt für die Tausende von freien Kranken-, Sterbe-, Invaliden-, Altersversorgungs-, Wittwen-, Waisen-, Aussteuer- und anderen Hülfscassen unterlassen worden, dadurch aber ernste Gefahr für die Existenz oder wenigstens die gedeihliche Entwickelung der letzteren hervorgerufen ist, so macht es sich dringend nothwendig, dem Reichstage und der Oeffentlichkeit eine statistische Uebersicht der gesammten freien Hülfscassen des deutschen Reiches am Schlusse des Jahres 1874 zu überreichen.

Ein Verein von bekannten Volksvertrauensmännern fordert deshalb die „Vorstände aller auf genossenschaftlicher Selbsthülfe beruhenden Hülfscassen“ zur Beantwortung folgender Fragen auf:

1.) Welchen Namen führt die Casse? 2) Wo besteht dieselbe? 3) Wann ist dieselbe gegründet? 4) Besteht gemeinsame Mitgliedschaft oder Vereinigung mit einer anderen Gesellschaft und mit welcher? 5) Welche Art Unterstützungen gewährt die Casse? 6) Wie viel Mitglieder hatte sie Ende 1874? 7) Wie viel Einnahmen im Jahre 1874? 8) Wie viel Ausgaben im Jahre 1874? 9) Welchen Vermögensbestand 1874?

Die Beantwortung dieser Fragen wird mit Datum und Unterschrift mindestens eines Vorstands- oder Ausschußmitgliedes oder Cassenbeamten versehen und muß, wenn sie dem sehr wichtigen Zweck der Sache dienen soll, spätestens bis zum 10. November an den Anwalt der deutschen Gewerkvereine, Dr. Max Hirsch, Berlin SW, Bernburgerstraße 13, eingesandt werden.