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Textdaten
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Autor: O. H.
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Titel: Die Zimmerpflanzen im Januar
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aus: Die Gartenlaube, Heft 52, S. 892
Herausgeber: Adolf Kröner
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1888
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
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[892] Die Zimmerpflanzen im Januar dürfen im allgemeinen nur wenig gegossen werden, das heißt nie eher, als bis die Oberfläche des Erdballens trocken geworden, wovon man sich zuweilen durch Anfühlen mit dem Finger überzeugen muß, und immer mit Wasser von der Temperatur des Raumes, in welchem die Pflanzen sich befinden. Kaktusarten werden während des ganzen Winters nicht gegossen mit Ausnahme des Blattkaktus, der im Winter so schön blüht. Die Erdoberfläche soll man zuweilen mit dem Holzstift auflockern und vom Rande nach der Mitte zu schieben, damit das Gießwasser meist am Topfrande, nicht in der Mitte untersinkt. Die Pflanzen fordern Licht, frische Luft und Abwaschen der Blätter mit einem weichen, feuchten Schwamme. – Es ist jetzt die beste Zeit, das wohlriechende Veilchen (Viola odorata L.) zum Blühen im Winter nächsten Jahres anzuziehen. Zu dem Zwecke legt man auf den Boden einer Samenschale oder Cigarrenkiste eine Schicht Topfscherben („guter Wasserabzug“) und darauf nahrhafte, mit reingewaschenem Sande reichlich gemischte Gartenerde, auf der man den mit Holzkohlenstaub gemischten Samen, z. B. der schönen Sorte Lockstedter Treibveilchen, dünn ausstreut, ein wenig festdrückt und mit einer Glasscheibe bedeckt. Das Ganze stellt man an das Fenster zwischen andere Pflanzen, also in den Halbschatten, oder legt ein Blatt Papier auf die Glasscheibe zum Schutz gegen die Strahlen der Mittagssonne. Sobald die Sämlinge groß genug sind, um mit den Fingern sich fassen zu lassen, gräbt man sie mit dem Holzstift aus und setzt sie 1 cm weit auseinander in die Erde einer wie die Samenschale vorbereiteten Schale oder Cigarrenkiste, indem man mit dem Stift ein Loch bohrt, in welches die Wurzeln mit demselben Stift so tief eingeführt werden, daß die Pflanze auf der Erde aufsitzt; sie wird mit dem Stift festgedrückt, gleichzeitig mit den anderen derselben Schale angegossen, für einige Tage mit der Glasscheibe bedeckt und halbschattig aufgestellt. Wenn die Pflanzen sich drängen, setzt man sie einzeln in kleine, später in wenig größere Töpfe mit sandiger Mistbeeterde und hält sie immer halbschattig und durch Gießen nur mäßig feucht.
O. H.