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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Die Voigtsberger Laterne
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 2. S. 54–55
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Erscheinungsort: Dresden
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Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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656) Die Voigtsberger Laterne.
S. Köhler a. a. O. S. 498.

Die Voigtsberger Laterne ist ein Licht, das in jedem Jahre in der Umgegend von Oelsnitz und Voigtsberg öfter gesehen wird.

Der verstorbene Hufschmied Maul in Lauterbach, ein furchtloser und sehr beherzter Mann, ging einmal an einem finstern Abend von Oelsnitz nach Hause. In der Nähe der Elsterbrücke traf er die Voigtsberger Laterne. Zu diesem Lichte sagte Maul: „Licht, führe mich nach Hause, ich gebe [55] Dir einen Sechser!“ Das Licht begleitete ihn genau, sich immer etwas tiefer an der Straßenböschung haltend bis nach Hause. Dort angekommen legte er auf den Stock vor seinem Hause, worauf die Schmiede kaltes Eisen strecken, den versprochenen Sechser und ging in sein Haus. Dann zündete er eine Laterne an um herauszugehen und nach dem Sechser zu schauen; und siehe da, er war weggenommen.

Ein Zimmermann von Oelsnitz ging einmal des Nachts von Raasdorf nach Hause. Als er an die Raasdorfer Höhe kam, war die Voigtsberger Laterne da. Zu dieser sprach er „führe mich nach Hause, ich gebe Dir einen Dreier!“ Nun führte ihn das Licht bis zu seiner Wohnung. Als der Zimmermann in Begleitung der Laterne an seine Hausthüre gekommen war, sprach er: „ich gebe Dir keinen Dreier!“ Darauf gab ihm das Licht eine Ohrfeige und in Folge dessen ward er vier Wochen lang krank.