Die Todtenglocke (Badisches Sagen-Buch)

Textdaten
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Autor: Ernst Julius Leichtlen
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Titel: Die Todtenglocke
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aus: Badisches Sagen-Buch I, S. 390
Herausgeber: August Schnezler
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1846
Verlag: Creuzbauer und Kasper
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Erscheinungsort: Karlsruhe
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Quelle: Commons und Google
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Die Todtenglocke.

In Freiburg wüthete einst eine pestartige Krankheit so fürchterlich, und der Opfer dieser Seuche wurden täglich so Viele, daß die Todtenglocken, besonders die zu St. Nikolai in der Neuenburg, nur in kurzen Zwischenräumen schwiegen. Dies fiel den Bewohnern eines benachbarten Klosters so beschwerlich, daß sie bei dem Stadtrathe Klage darob erhuben und um Einstellung des unaufhörlichen Läutens baten. Man beschloß, zuvor die Kirchenpfleger zu hören und diese erklärten: „Sie müßten sich höchlich darob wundern, daß Herren, welche der Welt entsagt hätten, so sehr über den Klang der Todtenglocken erschrecken könnten.“

Julius Leichtlin.