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Titel: Die Sonnenkraftmaschinen
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aus: Die Gartenlaube, Heft 52, S. 862
Herausgeber: Ernst Ziel
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Erscheinungsdatum: 1880
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[862] Die Sonnenkraftmaschinen, über welche der geneigte Leser einen größeren Artikel im Jahrgang 1874 (S. 468) der „Gartenlaube“ findet, schicken sich allmählich an, den dort ausgesprochenen Erwartungen immer mehr zu entsprechen. Ihr unermüdlicher Verbesserer A. Mouchot hat seit Mai vorigen Jahres damit eine Reihe von Versuchen in Algier angestellt, über deren Ergebnisse er kürzlich der Pariser Akademie der Wissenschaften einen Bericht abstattete, aus welchem wir das Folgende entnehmen: Ein Apparat, dessen Spiegel 3,8 Meter Bestrahlungsöffnung besaß und im Allgemeinen so construirt war, wie wir es an der obenerwähnten Stelle genauer beschrieben haben, brachte am 18. November 1879 in seinem Kessel fünfunddreißig Liter Wasser in achtzig Minuten zum Sieden und ergab anderthalb Stunden später einen Dampfdruck von acht Atmosphären. Zur Zeit des niedrigsten Sonnenstandes im Winter lieferte er in der Stunde 5100 Liter Wasserdampf, und am 24. December wurden fünfundzwanzig Liter Wein innerhalb fünfundvierzig Minuten abdestillirt, wobei man vier Liter Branntwein erhielt. Uebrigens hat A. Mouchot neuerdings auch die Sonnenwärme zu mechanischen Arbeiten benutzt und eine horizontale Dampfmaschine construirt, die ohne Condensation des Dampfes mit 3,5 Atmosphärendruck arbeitet und mittelst einer unvollkommenen Pumpe in der Stunde 1200 Liter Wasser um einen Meter hebt oder einen Bewässerungsstrahl zwölf Meter hoch wirft. Diese Leistung, die sich durch bessere Pumpwerke entschieden steigern läßt, wird in vollkommen constanter Weise von Morgens acht bis Nachmittags vier Uhr erhalten und weder die stärksten Winde noch vorübergehende Wolken beeinträchtigen dieselbe merklich. Natürlich können solche Apparate nur in südlichen Ländern mit vorwiegend klarem Himmel mit Vortheil benutzt werden. Um den Parisern das Princip, welches für Algier und andere sonnige Länder gewiß eine bedeutende Zukunft hat, zur Anschauung zu bringen, hat Abel Pifre seit einigen Wochen im Garten des Conservatoriums der Künste einen großen Apparat dieser Art mit neun Quadratmeter Spiegelfläche aufgestellt, der bei heiterer Luft in einer halben Stunde fünfzig Liter Wasser zum Sieden bringt und eine Pumpe treibt, die in der Minute hundert Liter Wasser drei Meter hoch hebt.