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Schedelsche Weltchronik d 140.jpg
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CXXXIX verso:Bearbeiten

Das sechst alter

Straßburg die fast alt vnd machtig statt bey den schweitzern am reyn gelegen ist erstlich vnder der herrschung tryer der hawbrstatt im niderland die zu den zeiten abrahe zepawen angefengt wardt gewesen. die hat Julius der kaiser ime mitsambt allem schweitzerland vnd der anstoßenden gegent vnderworffen. vnd in der selben statt ein kamer der roemer zu bezalung der tribut. zins oder steuer gemacht. Von dannen her ist diser statt der namen Argentina. das ist nach dein latein souil als silbergruob entstanden. Als aber der wueetrich athila nachfolgend mit heerßkraft von der gegent mitternacht aß. vnd erstlich die kriechischen land angegriffen. vnd darnach schier alles teutschland durchschwayft. vnd alle stett vnd schloeßer vnderwegen zerstoeret hat da ist er zu letzt in das konigreich constancie komen. vnd irne konig Sigmund ein fuersr desselben lands bey Basel mit großem heer entgegen gezohen. aber er wardt nach zertrennung vnd flucht alles seins heers von athila ernidergelegt. do rayset athila von dannen vnd hat dise feste statt Straßburg (die kain roemischer kaiser ganz bestreyten mocht) belegert. bestritten vnd die mawrnn an manchen enden zerruedet das meniglicher on muee freyen weg vnd offen eingang daselbsthinein haben mocht. Vnd athila gepote ernstlich das die mawer bey seinem leben mit gepawet werden solt. Dieselb statt solt auch nit mer silbergruob oder silberburg. sunder von der vile wegen der eingend vnd straßen durch die mawr straßburg genant werden. Als nw nach ettlichen zeiten die konig zu franckreich bey den schweitzern herrschung erlangten haben sie in diser statt ir wonung vnd anwesen gehabt. vnd darnach herzogen daselbsthin gesetzt. Als denn sant otilien vater das herzogthumb nit allain der statt sunder auch des lannds gehabt vnd hohenburg vnd anders gepawt hat. So haben nach ime albertus sein sun vnd sein nachkomen geregiret. Nachfolgend hat dise statt durch die roemischen kaiser zu freyheit vnd an das roemisch reich gelangt. vnd von sant matern der von sant peter zu den reymischen steten gesanndt wardt den cristenlichen rechten glawben empfangen. Dise statt hat außerhalh irer lustperkeit vnd der burger zuht vnd hoeflichkeit ein fast groß gotzhaws vnd allerschoensten thurn in sanderer fuertreffenlichen hoehe gepawt. vnd den adel auß nahenden schloessern vnd stetten in großer einigkeit daselbst zusamen gesammelt. Daselbst ist auch ein edels bistumb. dem auch fuersten vorgewesen sind. So hat auch dise statt on den reyn sunst zwen schiffreich fluess die der reyn sich nymbt.

CXL recto:Bearbeiten

Blat CXL

der werlt

Von absterben athile des konigs hunorum

Als der konig Athila (wie vorstect) von heymend außgerayset vnd in die norgkawischen art. eins teils oesterreich eins teils bayern genant komen was do hat honoria die schwester des kaisers valentiniani durch einen irer gehaymen wartter denselben Athilam angeraytzt sie ime zu eim ee gemahel mit bitte oder bedroung von irem bruder zeerwerben. Des vnderstund sich athila mit großem fleiß also das er sein begerung erlanget vnd honoriam erwarb Aber er wad also ein vnkeueschgirich mensch das er sich von weibern nicht mocht enthalten; sunder fueret alweg vil weiber mit inne in dem heer. Der eine hieß Jldiconi. mit vermischung derselben bracht er sich zum tod. Dann als er auff ein zeit ein vberfluessige vnd froeliche wirtschaft gehabt het vnd darnach in einen tieffen schlaff ruegkling entruet wz do warden ime sein luftadern also verschoppt das ine sein pluet zu den naßloechern außschießende erstecket. Als dann der kaiser marcianus zu constantinopel durch einen trawm (als vil geschihtbeschreiber setzen) in derselben nacht einen bogen (dergleichen sich dann die huin erstlich zur waffen geprauchten) zerbrochen gesehen haben sol. Innerhalb derselben zeit dann das ruomisch reich. nit allain das gantz teuetsch land. daciam vnd sarmaciam vnd andere land an der thonaw vnd an dem reyn gelegen. sunder auch hispaniam vnd andere gegent in galliam wartz hynein verlorn hat.

Evtices der ketzer vnd abt zu constantinopel hat diser zeit seinen irthumb außgesaet. vnd auff das er nit gesehen wuerd als er mit dem ketzer nestorico einer meynung wer. so sprach er das die goettlich mit der menschlichen natur eins zusamen komen vnd ein ding worden wer vnd in einichen weg vnder ine nit zerteilt werden solten. Als nw flauianus der constantinopolitanisch bischoff dise ketzerey verdambt het. mit verhencknus des kaisers theodosii. Do wardt das ephesinisch concili fuergenomen. dar inn diser Eutices verdambt vnnd in das ellend geschickt wardt.


Straßburg