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Textdaten
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Autor: A. v. St. = Alexander von Ungern-Sternberg
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Titel: Die Poesie unserer vier Wände
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 38, S. 599–603
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
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Erscheinungsdatum: 1864
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[599]
Die Poesie unserer vier Wände.
Der kleine oder häusliche, der gelehrte, der gemüthliche und der elegante Comfort.


Ein verdienter Arzt hat in diesen Blättern in umfassender Weise dargelegt, wie unsere Wohnungen den Anforderungen der Gesundheitspflege gemäß einzurichten sind, wir wollen nur davon sprechen, wie wir sie schön und bequem einrichten können; also dort ärztlich, hier ästhetisch, wird Rath ertheilt. Nichts wäre thörichter, als Jedem denselben Comfort zur Bedingung zu machen; das hieße Jedem anrathen denselben Schnitt des Kleides anzunehmen, unbeachtet ob er für seinen Körper passe, oder es hieße auch behaupten, eine gute Wohnung sei nur in einem Exemplar vorhanden, da sie es doch in tausenden ist, denn die Regeln der Schönheit und des Nutzens sind in unendlich kleine Theile auflösbar und bleiben doch immer Regeln der Schönheit und des Nutzens. So wohnt ein Gelehrter ganz anders schön und bequem als ein reicher Lebemann, und dieser wieder anders, als ein feiner Kunstkenner und Sammler, und von der Wohnung des letztern unterscheidet sich die gute bürgerliche Ausstattung, die man auch die häusliche nennen kann, denn in ihr tritt das „Haus“ am deutlichsten hervor, mit so wenig als möglich Benutzung von Luxus- und Ueberfluß-Elementen. Es sei uns erlaubt vier Arten schöner und zweckdienlicher Behausungen anzugeben, oder vier verschiedener Comforts: erstens den kleinen oder häuslichen Comfort, zweitens den gelehrten, drittens den gemüthlichen, und viertens den eleganten Comfort. Alle diese vier Arten sind in unserer modernen Stubenexistenz auf gleiche Weise vertreten, und wir würden sehr Unrecht thun, wollten wir eine auf Kosten der anderen beeinträchtigen oder herabsetzen; sie sind alle gleich beachtenswerth, und jede fordert, daß man sie recht auffasse und darstelle.

[600] Der häusliche oder bürgerliche Comfort besteht in der Einrichtung eines Hauses vollkommen den Bedürfnissen gemäß, die ein wohlgeordneter, auf mittlen Wohlstand gegründeter und durch Ausübung irgend einer erwerblichen Thätigkeit erhaltener Hausstand bedingt. Hier ist Zweckmäßigkeit jeder Einrichtung die erste Pflicht, und Ordnung und Sicherheit sind die zunächst zu beachtenden Erfordernisse. Doch läßt sich auch hier ein Comfort denken, der das Vorhandene und Unabweisbare so ordnet und zusammenstellt, daß dem Gesetze der Schönheit und der Bequemlichkeit genügt wird. Niemand wird im Hause eines kleinen Handwerkers oder niedern Beamten den Kupferstich nach der Sixtinischen Madonna suchen, aber wohl wird das Auge eine reinliche, gut erhaltene Wand vermissen, wenn sie fehlt. Fauteuils und Chaiselongues sind nicht am Platze, dagegen ziert das Gemach ein gutgearbeiteter, sauber überzogener Sorgenstuhl für den Vater, und zwar an das helle Fenster gerückt, damit der Blick des ermüdeten Mannes, der aus der Enge des Bureaus oder aus dem Wust und Getriebe der Werkstätte kommt, sich an dem freien Blick auf das Gärtchen am Hause oder, wo dieses nicht vorhanden, auf das bunte Treiben der Straße erholen kann.

Die Hausfrau stattet sich ihre Kammer nach eigenem Geschmack aus; die reinlichen Wandschränke, welche die Producte des Fleißes und der Sparsamkeit einschließen, glänzen nicht von Palissander und Mahagoni, wohl aber von festem Eichen- oder anderem sauber gehaltenen und frischpolirten Holze. Der Raum dieser Kammer ist klein; dennoch aber sind die Gegenstände, die darin stehen müssen, weil in den anderen Zimmern für sie kein Platz ist, so vertheilt und jeder freie Raum so sorgsam für sie benutzt, daß sie dem Auge einen angenehmen Eindruck machen. Man erblickt sofort, daß hier Zweckmäßigkeit zugleich mit dem Bestreben waltet, das Gefällige und Zusammenstimmende durch Entfernung jeder Ueberladung und Zerstückelung hervorzubringen. Der Weg durch alle Zimmer ist frei; nirgends steht ein ungehöriges Möbel in der Mitte der Stube, oder ist so gestellt, daß der Herumwandelnde an eine scharfe Kante sich stoßen kann. Die kleinen Vereinigungsplätze der Familie können auch im Dämmerlichte gefunden werden. Der Blumentopf am Fenster hat seinen bestimmten Platz, über ihm der Käfig mit dem Vogel, und zwar hängt der Käfig so, daß selbst der Vater, wenn er den Hut auf hat, nicht daran stößt; denn nichts ist widriger als mit dem Hut, wenn er gar noch ein neuer ist, an irgend ein Ding zu rühren, das zu niedrig herabreicht.

Zum Comfort eines solchen Hauses gehört, daß die Thüren und Fenster gut schließen, denn weder will man den Lärm von der Straße, noch deren Staub im Hause haben. Der eine Ofen, der die ganze Familienstube erwärmt und wohl auch als Filialinstitut ein paar Schlafkammern nebenan, ist von eben so kernhafter Constitution wie von erprobter Tüchtigkeit. Er ist in Wintertagen die Stütze des Hauses und der Hauptträger des Comforts. Nirgends sitzt die Hausfrau lieber, als auf dem zierlichen Armstuhl aus Korbgeflecht, der sammt dem Bänkchen, das zu ihm gehört, seinen bestimmten Platz in einiger Entfernung vom Ofen hat und ebenso wenig aus der Stelle gerückt werden darf, wie der Sorgenstuhl des Vaters. Da kein eignes Garderobe- und Toilettenzimmer da ist, so hängen die nothwendigen Kleidungsstücke für den Hausvater so, daß er sie auf kürzestem Wege erreichen und der wärmende Hausrock so schnell wie möglich den abgelegten Straßenanzug ersetzen kann; die Pantoffeln haben ihre eigene Stelle, so wie das Käppchen immer über derselben Stuhllehne, leicht erfaßbar, hängt. Für den Gast giebt es besondere Plätze, ein Stuhl der herangeschoben wird und der seinen Platz wieder an der Wand oder in der Ecke einnimmt, wenn der Gast fort ist. Auch dem Gaste muß behaglich zu Muthe werden, der Geist der Ordnung, der Ruhe, der Bequemlichkeit muß selbst wider Willen den umherfahrendsten, unruhigsten und unordentlichsten Gast fesseln. Das ist der Segen des Comforts, daß er jede häusliche Tugend begünstigt. Ein Mann, der in seinem Hause sich wohl fühlt, wird nicht streben außer demselben seine müßige Zeit zuzubringen, und schon in diesem Umstand allein liegt ein Segen für jede Familie und jeden häuslichen Verein.

Wir wollen unsere kleinbürgerliche Wohnung noch weiter betrachten. Sollen wir Gemälde in Rococorahmen, Spiegel in Bronze-Einfassungen hineinwünschen? Gewiß nicht, denn der schlechteste Bronzerahmen fordert schon zur Gesellschaft eine Tapete, ein Spiegeltischchen, eine Console und Portieren, und all dieser Plunder macht mit einem Schlage die ganze gute Einrichtung unseres Mannes zu nichte. Sei es immerhin, daß die Menge der Fabriken diese Luxusgegenstände jetzt für so geringen Preis liefert, daß selbst ein knapp zugeschnittener Haushalt sie allenfalls noch erreichen kann; doch sie sind in dem Maße schlecht, wie sie billig sind, und vor allen Dingen gehören sie nicht zum Comfort eines solchen Hauses. Aber was unser Mann sich anschaffen kann und anschaffen muß, sind gute, derbe, handfeste Möbeln, helle und große Fensterscheiben, glatte reinliche Wände, weiße Vorhänge ohne allen Flittertand, frisch erhaltene Fußböden, hier und da, namentlich bei dem Sorgenstuhl des Vaters und unter dem Tische, an dem die Familie gewöhnlich zu Mittag und zu Abend Platz nimmt, mit Teppichen belegt; denn eine warme Fußdecke ist kein Luxus, sondern gehört zum Comfort.

Ein paar gute Lithographieen, dazu die photographirten Portraits des Hausherrn und seiner Frau, geben der Wand einen Schmuck, der vollkommen dem Orte gemäß ist. Eine Landkarte, besonders eine Specialkarte des Heimathlands oder vom eben existirenden „Kriegsschauplatze“, ist, in dem bescheidenen Winkel am Ofen angebracht, ein gar anmuthiges warmes Belehrungs- und Zerstreuungsplätzchen, wo der emporwachsende Sohn des Hauses bald diese, bald jene Straße und Stadt aufsucht, die er einst auf seiner Wanderschaft zu besuchen gedenkt, oder das Gespräch mit dem Gaste sich, wie dies in der Regel geschieht, auf die Tagesgeschichte verläuft, auf Siege und Niederlagen. Da ist die Karte nun wieder ein trefflicher Wegführer, während die Mutter aus dem reinlichen und gut gelüfteten Eckschrank die Kaffeetassen herablangt und damit jenes vielsagende und wohlklingende Geklapper anfängt, welches auf baldige Genüsse deutet. Dies ist ein bürgerlicher oder häuslicher Comfort, der in seinen Grenzen streng eingehalten werden muß. Er würde ja sogleich seinen Charakter verlieren, wenn er nur ein Geringes in die anderen Arten des Comforts hinüberspielte, namentlich sich gelüsten ließe, in den eleganten Comfort hinüberzugreifen; denn dieser ist, wie wir zeigen werden, nur mit großem Reichthum erreichbar, seine kleinliche Nachahmung aber bringt überall das Fratzenhafte, Ungehörige, Unbequeme und Geschmackwidrige hervor.

Wir fassen jetzt die zweite Gattung Comfort, den gelehrten, in’s Auge. Der Hauptsatz, der gleichsam als Motto an der Thür steht, lautet: Hier heißt Ordnung, was überall anderswo Unordnung heißt. In diese Stamm- und Urregel des gelehrten Comforts müssen wir uns vor allen Dingen fügen, wenn wir ein Wort über diesen Gegenstand sprechen wollen. Der gelehrte Comfort ist ein schreiender Contrast zu dem vorhergeschilderten bürgerlich-häuslichen. Dort ist Alles Ruhe, Ordnung, Sicherheit; hier Unruhe, Unordnung, Unsicherheit, und doch ist’s ein Comfort, das heißt Der, welcher hier wohnt, will gerade so wohnen und nicht anders, sein Zimmer ist also sein Kleid, und wo das Zimmer das Kleid ist, da ist Comfort vorhanden. Versucht es, rückt einen Stuhl an die Wand, wo er eigentlich hingehört, legt ein Convolut Papier auf den Tisch, statt daß es auf dem Boden liegt, und ihr werdet sehen, mit welcher feurigen Miene des Zorns der Gelehrte, der von einem Gange heimkehrt, sein Zimmer betritt. Das Erste ist, daß er das Convolut wieder auf den Boden schleudert, den Stuhl in die Mitte des Zimmers rückt. Versucht es, einen Vorhang am Fenster zu befestigen, wählt ihn von dem schönsten Stoffe, und ihr werdet erfahren, daß der Gelehrte, so wie ihr den Rücken gekehrt habt, mit Gefahr seines Lebens auf zwei aufeinander gestellte Tische klettert, um mit eigenen Händen den Vorhang herabzureißen, der ihm das Zimmer verfinstert und gerade an die Stelle der Wand einen Schatten wirft, wo eine kleine Copie nach Murillo hängt, auf die er zwar nie seinen Blick richtet, die aber doch sichtbar sein muß, im Fall es ihm einfiel, jemals den Blick dahin zu lenken. Und überhaupt, was ist einem Gelehrten ein Vorhang? Ein lästiger Lappen, der hin- und herschwankt und im Winde sich aufbauscht wie ein Segel, wenn er nicht befestigt wird, und er wird nie befestigt.

Alles, was nicht Bücher, Manuscripte, Sammlung, Curiosität ist, führt für unsern Mann nur eine störende Existenz herbei. Von einem bequemen Polsterstuhl dagegen ist er ein großer Freund; der muß aber tief und breit sein und auf Rollen stehen, damit man sich mit einem Buche in der Hand hineinwerfen, damit man bald über diese, bald über jene Armlehne das Bein hinüberschwingen kann. Zu Zeiten hockt er mit ganzem Körper im Stuhle, zu andern Zeiten liegt er knieend [601] darin und hat den Folianten, in dem er gerade studirt, auf die Lehne, wie auf ein Beipult gelegt. Weiche Teppiche über das ganze Zimmer sind nothwendig, denn der Gelehrte macht barfuß Abends vor dem Zubettgehen eine kühlende Promenade über den weichen Rasen der Wollenfäden. Das ist ein kleiner lucullischer Genuß, der sein Gutes auch für die Gesundheit hat, denn die Füße, die den Tag über in der engen Stiefelumhüllung stecken, machen ihre Gelenkigkeit und Ausdehnbarkeit geltend und sammeln Kräfte für den morgenden Stiefelzwang. Der Morgen- oder Schlafrock des Gelehrten ist ein Priesterrock der Bequemlichkeit, denn in ihm ist Alles vereinigt, was je die menschliche Kleidertracht an flatterndem Wesen, an Weite, an Fülle der Falten, mit einem Worte an Bequemlichkeit aufzutreiben hat. Seine Absicht ist, die leicht gehaltene Beinbekleidung zu verstecken, aber er erreicht diese Absicht selten, und noch seltener denkt der Gelehrte daran, seinem Schlafrock zu Hülfe zu kommen, indem er Knöpfe in Bewegung setzt oder ein Schnur fester bindet.

Zum Comfort eines Gelehrten gehört, daß man ihn seinem Staube überläßt, den er einen gelehrten Staub nennt, der aber durch nichts verschieden ist von dem Staube, den man überall studiren kann, höchstens daß dieser Staub die Eigenschaft hat, sich fester an seinen Gegenstand anzuklammern und hartnäckiger den oppositionellen Bestrebungen von Bürste und Besen zu widerstreben. Das wissen zu ihrem großen Leid Hausfrauen und Haushälterinnen zur Genüge. Aber diese Frauen wissen nicht, daß den Gelehrten aus dem Staube emporziehen heißt, ihn seinem Comfort entrücken. Gäbe es ein Mittel, den Staub zu entfernen, ohne auch das geringste Blättchen, Täfelchen und Stiftchen aus seiner Lage zu bringen, so würde der Gelehrte mit Freuden in das Reinigen seiner Zimmer willigen, denn er ist kein Protector des Staubes oder gar der Unreinlichkeit.

Die Wohnung des Gelehrten pflegt eine Anzahl von Gegenständen zu beherbergen, die zum theuersten Luxus gehören, allein sie gehören zugleich zum Comfort des Gelehrten und sind deshalb an ihrem Platze; so Büsten, Gemälde, seltne Zeichnungen, umfassende Sammlungen, vor Allem Bücher. Ueber Aufstellung und Vertheilung dieser Dinge kann man dem Gelehrten, wenn er dabei ein Mann von Bildung ist, manchen Rath ertheilen, den er willig aufnehmen wird, denn er will nicht nur bequem, sondern auch schön wohnen. Nehmen wir an, der Gelehrte sei zugleich Kunstkenner, dabei habe er über bedeutende Mittel zu gebieten, so wollen wir sein Zimmer ungefähr so einrichten. Es muß groß, hell und ein behagliches Viereck sein, denn ein Zimmer mit Tiefe ist ein nothwendiges Bedürfniß für einen Raum, wo viel aufgestellt sein will, ohne daß das Eine das Andere erdrücke oder verdecke. Geben wir dem Zimmer drei hohe und breite Fenster und nur eine Haupt- und eine Seitenthür; dadurch erhalten wir eine breite Wandfläche links von dem Eingange, eine durch die Seitenthüre gebrochene rechts. An der breiten Wand stellen wir zwei Bücherschränke auf, die nicht in die Höhe, wohl aber sehr in die Breite reichen. Die Höhe des obersten Bücherbretes darf nicht die des menschlichen Auges überragen, sonst muß zu Treppen und Bänken die Zuflucht genommen werden, was immer unbequem ist; auch nicht zu tief auf den Boden dürfen die Bücherreihen hinablaufen, da das Bücken beschwerlich fällt. Den frei bleibenden oberen Raum über den Büchern nehmen entweder Gemälde oder Büsten ein; diesen schadet die Höhe nicht, wenn es nicht Miniaturen oder Statuetten sind. Die Bücher selbst ordnet man besser auf freistehenden Bücherbretern an und schließt diese mit einem leicht beweglichen grünen Vorhang; das ist vortheilhafter, als sie in Schränken unterzubringen, deren Glasthüren immer mit einiger Umständlichkeit geöffnet und geschlossen werden, und, offen bleibend, Gegenstände abgeben, an denen man sich stößt. Auf alten Gemälden sieht man diese Art Bücherbehälter, die sich ganz gut ausnehmen. Will man ein Uebriges thun, so legt man den Vorhang in schöne Falten und läßt ihn über eine Stuhllehne niederhängen. Die breite Wand, wollen wir annehmen, hat in ihrer Mitte eine nicht tiefe Nische; dort findet ein schöner Gypsabguß des Diskuswerfers oder der Venus von Milos seinen Platz. An der andern Wand bringen wir ebenfalls Büchergestelle an, soweit dies möglich ist, und nicht minder Büsten und Bilder. Die Cabinetthüre schließt eine grüne Gardine von demselben Stoffe, welcher die Büchergestelle umhüllt; über die Thür, die nicht hoch ist, kommt entweder ein besonders hübsches Cabinetstück, etwa ein Genrebild von Teniers oder van der Werff oder ein Medaillon. Die Wände am Eingang sind zu zierlich gearbeiteten Stendern und pyramidalzulaufenden Gerüsten bestimmt, auf denen geschmackvolle und seltne Bronzen, Antiquitäten, schönes altes Silber und Porzellan, Elfenbeinarbeiten, kleine Miniaturen ausgestellt werden – ein kleines gelehrtes Büffet gleichsam, wo die Gourmandise ein feines Gläschen echten und subtilen Kunstgenusses schlürft. Ueber der Eingangsthür eine Gruppe oder ein Bild, das jedoch nicht das beste der Sammlung sein darf, denn das Licht ist dort schlecht und der Standpunkt des Beschauers ein ungünstiger. Die Wand zwischen den Fenstern füllen Spiegel aus, doch nicht moderne, sondern kleine venetianische Spiegel mit Rahmen von ciselirter Arbeit. Zwar reflectiren diese Spiegel wenig mehr als das Gesicht, allein was thut es? unser Gelehrter ist nicht eitel, zu seinem Gebrauch führt er in seinem Schlafgemach ein minder kostbares und minder gelehrtes, aber dafür desto brauchbareres Glas.

Jetzt ist das Gemach comfortabel meublirt? Nein, noch nicht! Der Leser vergißt, daß wir noch kein Sopha, keine Fauteuils, keine Chaiselongue hingestellt haben, und er wird uns zurufen: wohin? Es ja nirgends Platz. Allerdings nicht an den Wänden, aber wohl in der Mitte des Zimmers. Hier steht ein runder oder ovaler Tisch, bedeckt in unordentlicher Ordnung mit Büchern, Zeichnungen, Mappen, und um diesen Tisch herum gruppirt sich zunächst ein Sopha von großer Tiefe und Weite, mit niedrigen Lehnen, damit nichts hindert, es als Ruhebette zu gebrauchen, je nachdem der Körper diese oder jene Lage wählt. Die Polster sind von Leder, denn es muß sich auf ihnen rasch hingleiten lassen, auch müssen sie eine angenehme Kühle aushauchen, endlich dürfen sie nicht zu weich, sondern müssen eher etwas hart und elastisch sein. Außer dem Sopha sind noch eine Anzahl Stühle, sämmtlich Armstühle, vorhanden, die, auf Rollen, mit der darin sitzenden Person leicht hierhin und dorthin fahren. In der Tiefe des mittlern Fensters steht der Arbeitstisch mit seinen zwei Begleitern, zwei mächtigen Papierkörben. Der Arbeitstisch hat keine Fächer und keine Gerüste, er ist geräumig, um eine große Anzahl Papiere und Bücher zugleich zu fassen. Der Stuhl vor diesem Tische ist ein ungepolsterter, womöglich ein Rohrstuhl, denn es ist ungesund und unzweckmäßig, bei lang anhaltendem Sitzen sich durch Polster zu erhitzen. Das Licht des Fensters ist gedämpft, entweder durch gute Glasmalereien oder durch einen grünen Vorhang, der bis zur Hälfte niederhängt. Auf dem Schreibtisch steht, so daß das Licht gerade darauf fällt, ein Glas mit frischen Blumen gefüllt, oder eine schöne kleine Bronzestatuette. An der Wand, welche den Schreibtisch begrenzt, lehnen besonders zierliche Bilder und Bildchen in kunstvollen Rahmen. Mit diesen wird gewechselt, um neue Schätze der Sammlung dicht vor das Auge des Besitzers zu bringen, dessen Blick, von dem Papier aufschauend, so stets einen anmuthigen Gegenstand der Betrachtung erfaßt. Ist’s in der Jahreszeit der Früchte, so ist neben den Schreibtisch ein Tischchen herangerückt, auf dem eine antike Thonschale, kein moderner vergoldeter Porzellanteller, mit Früchten garnirt, Platz findet. Das ist der gelehrte Comfort. Den Staub und das Durcheinander der Papiere und Bücher muß sich der Leser hinzudenken.

Wenn wir jetzt zur Beschreibung des gemüthlichen Comforts schreiten, so müssen wir nothwendig ein Capitel der Poesie aufschlagen und zwar der Poesie, die jeder Mensch unbewußt treibt, wie etwa in den „Précieuses ridicules“ von Molière die junge Dame Prosa spricht, ohne zu wissen, daß es Prosa ist. Es kann Jemand im Geschäftsverkehr sehr trocken, sehr langweilig sein – geht diesem Manne nach in seine Behausung, und siehe da, ihr findet, daß er Poet ist; ein Poet in der Stille seiner vier Mauern, wo ihn niemand sieht, ihn Niemand stört. Hört den Pedanten nur sprechen, der stets seine Acten, seine Processe im Munde führt, der über die doppelte Buchführung nicht hinaus kann, der Agio, Procente und Dividenden aller möglichen Geldsorten und Werthpapiere mit einer grausamen Geläufigkeit wie am Schnürchen herzusagen weiß, der einfältig dreinschaut, wenn ihr von der Rose und der Nachtigall sprecht – geht ihm nach, wenn er die niedrige Thür seiner kleinen Wohnung öffnet, und ihr werdet den Poeten finden. Und nun gar die Frauen! Diese sind Meisterinnen in dieser Art des Comforts. Welch ein anmuthiges Spiel mit einem Blumentopf, mit einem Stückchen Schleier, das über einem Bilde hängt! mit einem unter zärtlichen Thränen, unter Seufzern im Mondenschein verblühten Kranze, der dort an der Wand angebracht ist über einem Kästchen von Cedernholz, das der Himmel weiß [602] was für eine Reliquie der Freundschaft, irgend ein mystisches Band, ein vergilbtes Atlaskißchen, gefüllt mit „blonden Löckchen“ enthält! Das Alles sind Gedichte: es pulsirt überall ein Herz, es jubelt überall irgend eine Erinnerungsstunde, es hüpft überall ein kleiner Freudenengel. Und die Bewohnerin dieser Kammer ist oft ein ergrautes Mütterchen oder Jüngferchen, dem Niemand die Poesie anmerkt, wie Niemand in der geschlossenen Muschel die Perle sieht.

Dem gemüthlichen Comfort Regeln und Anweisungen zu geben, ist schwer, eben weil er gar so sehr individuell ist, gleichsam identisch mit der Person, für die er da ist. Der Liebhaber des gemüthlichen Comforts nimmt vom Luxus nicht gern etwas an, weil er überall Bedeutung sucht und ihm nichts so zuwider ist, als eine kalte Eleganz, Stoffe und Möbeln, die in ihrer Gleichförmigkeit ihm nichts sagen und in die er nichts hineingetragen hat. Ein Lehnstuhl, auf dem die „Großmutter“ gesessen, ist ihm ein unendlich theures Möbel. Das Stückchen Borde an der Armlehne hat sich abgelöst, weil die Hand der alten Frau oft daran gespielt – o wie köstlich! Was ist dagegen ein moderner Rollstuhl von der erfindungsreichsten Eleganz! Aber der Gemüthliche liebt nichtsdestoweniger das Bequeme. Er liebt still zu sitzen und zu träumen. Also gute, feste, auch schöne Möbel, keine eleganten Möbel, die in gewohnter Ordnung und guter Verfassung stehen, wo sie vor Jahren schon standen. Denn dem Gemüthlichen ist eine Vorliebe für das Stabile zur andern Natur geworden. Ach, es war einst so schön! ruft er, und dieses „War“ rufen ihm seine Geräthe, seine Wände, seine Bilder, seine Polster zu.

Der Grundsatz, nach dem ein Zimmer mit gemüthlichem Comfort zu versehen, ist, recht viel „Winkel“ zu schaffen. Bildet das Zimmer einen großen Raum, so wird er in zahllose kleine Räume getheilt. Das giebt „Etablissements“. Jeder Winkel ist gleichsam eine kleine Erinnerungskapelle für sich, wo irgend ein liebes Bild dominirt und still angebetet wird. Dann eilt der liebe Einsame aus einem Winkelchen in’s andere, und zuletzt bleibt er in einer Epheulaube sitzen, die einen ganzen Tisch voll „Andenken“ und „Erinnerungen“ umgrünt. Wir wollen in der Kürze angeben, wie ein solches Zimmer in viele kleine Zimmer zu theilen ist. Die vier Winkel, vielleicht eine Nische oder ein Erker dazu, sind an und für sich und ohne weitere Vorkehrung kleine Schmollstübchen und Empfindsamkeitssolitüden; sie müssen mit einem Ecksopha, einem runden Tische und zwei oder drei Stühlen darum versehen sein. Eine bewegliche Wand mit Einfassungen von Seide oder Glastafeln trennt die verschiedenen Cabinetchen. Es ist so angenehm dunkel darin. Abends erhellt eine verdeckte Lampe das Winkelchen. Das gegenüberstehende ist ebenso eingerichtet, auch das dritte und vierte; alle haben sie ihre absondernden Schirmwände, die zurückgeschlagen werden können, wenn das Eckchen in dem großen Zimmerraum ausgehen soll. Die Mitte des Zimmers nimmt ein runder Tisch ein, den zwei halbrunde Sophas umcirkeln. Die Fenster haben Blumentischchen oder kleine Epheulauben, vor oder in denen Fauteuils stehen; von der Fensterdecke hängen Körbchen mit Epheu herab, und die Vorhänge schließen dicht, denn es ist zum gemüthlichen Comfort erforderlich, daß es nicht zu hell sei. Ein auf diese Weise ausgestattetes Zimmer kann eine ganze gemüthliche Familie mit einer Anzahl guter Freunde bewohnen. Bald erhalten dann die „Etablissements“ Namen, dann heißt’s: dies ist Charlottens Winkel, dies Theresens etc. Und Charlotte empfängt ihre Freundinnen, Therese die ihrigen in ihrem Etablissement. Es giebt tausend kleine empfindsame Scherze und Neckereien; man lauscht und wird belauscht, Geheimnisse, welche in diesem Winkel gesprochen werden, haben, Gott weiß wie, den Weg in den entgegengesetzten gefunden. Für Leute, die den gemüthlichen Comfort nicht kennen und nicht lieben, ist ein solches Zimmer kaum zu bewohnen; sie finden keinen freien Raum, kein helles Fenster darin, überall stoßen sie sich an Tischen und Stühlen, überall hängt etwas von der Decke herab. Je weiter nach dem Norden, je häufiger trifft man auf diese Art von Zimmereinrichtung; das nordische Klima, die ärmliche Natur und der kurze Sommer machen die Zimmerexistenz und das gesellige Beisammensein zum Bedürfniß.

Um den letztgenannten unserer Comforts, den eleganten, in’s Leben zu rufen, bedarf es eines ungewöhnlichen Reichthums, denn er ist das Höchste und Beste, was man von Zimmereinrichtung kennt. Alles ist hier solid, echt, massiv, und jede Quaste an den Gardinen sagt dem Beschauer, daß hier Tausende – nicht verschwendet – sondern wohl angebracht sind, um ein Vollendetes darzustellen, sowohl an Schönheit, als an Bequemlichkeit. Es giebt indeß einen falschen eleganten Comfort, der eben die Summen aufzehrt, die der echte kostet; man erkennt ihn daran, daß ihm der Hauptbestandtheil des echten fehlt, der gute Geschmack. Ueberladung ist ein sicheres Wahrzeichen des Pseudoelegant. Durch nichts kann man mehr gegen den guten Geschmack sündigen, als durch Ueberladung und durch ungehörige Zusammenstellung. Unsere Zeit neigt zu Beidem. Die Fabriken, die eine große Anzahl Stoffe und Ornamente liefern, haben den Geschmack irre geleitet, indem sie ihm das Reiche, in die Augen Fallende, Ueberhäufte als das Schöne darstellen; immer aber ist das Einfache zugleich das Schöne, und man muß sich sehr hüten, ein Fabrikat, mag es noch so gut ausgefallen sein, einem aus der Künstlerhand hervorgegangenen Stücke gleichzustellen. Der elegante Comfort will nicht viel aufeinanderhäufen, er will Weniges, aber dieses Wenige auch in der reinsten Form und in der trefflichsten Masse haben. Beispiele werden dies erläutern. Wir denken uns drei Gemächer, einen Saal, ein Empfangzimmer, ein Boudoir oder Cabinet, und statten diese mit dem eleganten Comfort aus. Unser Saal hat neun hohe helle Fenster mit Spiegelglasscheiben in einer Fronte. Die Wände des Saals sind weiß, geglätteter Gyps, oben mit goldenen Leisten eingefaßt; keine Gemälde. Haben die gegenüberliegende Wand oder die zwei Seitenwände Nischen, so stehen in diesen Marmorstatuen, nicht Gipsabgüsse. Die Fenstervorhänge und die Portieren sind schwerer seidner Damaststoff von dunkelblauer Farbe und gehen bis an den Boden herab, frei hängend und in großer Faltenfülle. Spiegel in einem Stück füllen die Räume zwischen den Fenstern; sie reichen ebenfalls bis zu dem Fußboden, einfache goldene Rahmen schließen sie ein. Die Fensternischen können kleine Marmorsäulen enthalten mit ebensolchen Vasen von flacher Form, die mit Blumen gefüllt sind; doch müssen diese Postamente Raum lassen, daß man an’s Fenster herantreten kann. Die Möbel dunkelblau mit vergoldetem Gestelle, der Fußboden Parquet in verschiedenen Hölzern; ein großer Bronzelüstre schwebt an der Decke, in allen Ecken prangen Candelaber, von denen jeder wenigstens fünfzig Wachslichter fassen kann, so daß aus den vier Ecken ein Glanz von zweihundert Flammen dem großen Lüstre zu Hülfe kommt. Glänzende Beleuchtung ist ein Haupterforderniß des eleganten Comforts, und in einem Saal sind es besonders die Ecken, die erleuchtet werden müssen, weil von hier aus die wirksamste Helle strömt.

Das Empfangzimmer ist mit einer carmoisinrothen oder veilchenblauen schweren seidenen Tapete überkleidet, ebenfalls oben und unten durch goldene Leisten abgeschlossen. Auf dieser Wand nehmen sich die Gemälde besonders schön aus, die in schweren und reichen Goldrahmen von geschnitzter Arbeit, nicht Fabrikat, passend vertheilt sind. Nicht zu viel Bilder. Ein großes Bild auf der freistehenden Wand genügt, doch muß es ein treffliches Gemälde sein, nicht dunkel in der Färbung, weil die Tapete schon dunkel ist; eine Copie nach Claude Lorrain mit sehr hellem Morgenhimmel wäre zu empfehlen. Neben einem guten Bilde will man nicht gern etwas Anderes sehen, deshalb komme nichts weiter an die Wand. Die gegenüberstehende Wand kann drei Bilder von kleinen Dimensionen fassen; indeß müssen es natürlich alles Oelgemälde sein, keine Kupferstiche. Büsten und Oelbilder passen nicht wohl zusammen, darum halte man diesem Zimmer die Skulptur ganz fern. Die Vorhänge sind von demselben Stoffe und derselben Farbe wie die Tapeten und wie im Saale frei herabhängend. Es kann erlaubt sein, einen zweiten leichten Stoff als untere Bekleidung der Vorhänge zu wählen, doch nicht weiß, weil dies zu scharf contrastiren würde. Der Teppich des Bodens ist dunkelgrün, ohne Muster und aus der schönsten und weichsten Wolle gewebt. In der Mitte des Zimmers ruht auf einem dunkelfarbigen Sockel eine große flache Schale von schwarzenn Marmor mit Blumen gefüllt, nicht Blumen in Töpfen, sondern abgeschnittenen, die nach den Farben geordnet sind und täglich erneut werden. Der Farbenschmelz der Blumen in dem schwarzen Marmor nimmt sich trefflich aus und bildet den schönsten Schmuck. Ueberhaupt darf man Blumen, wenn sie in ihrer vollen Schönheit glänzen sollen, nicht in bunten oder vergoldeten Gefäßen aufstellen, weil Gold und Farben das Auge von den Blumen ab und auf sich ziehen. Die Möbeln sind von der Farbe der Tapete in reicher Goldeinfassung.

Das Boudoir oder Cabinet ist mit blaßgelber oder gelblich röthlicher Seide tapezirt und decorirt, über diesem Grund der [603] Tapete breitet sich ein fein in Falten gelegter Florüberzug mit Spitzemnuster. Ein rundes Sopha oder ein Divan umschließt das ganze Zimmer, Fauteuils und kleine Tische sind überallhin vertheilt. Eine Ampel von mattgeschliffenem röthlichen Glase hängt in zierlicher Form vom Plafond herab. Ein hoher breiter Stehspiegel nimmt die Wand zwischen den Fenstern ein; ein Piano und Bilder kommen hinzu. Die niedergelassenen Vorhänge an Fenstern und Thüren schließen Abend das Cabinet vollkommen ab. Der Teppich ist hellgrün oder gelb und grün gemustert. Dies wäre ein kleiner Theil des eleganten Comforts; es versteht sich von selbst, daß er großer und mannigfacher Abwechselung in den Formen und Farben fähig ist, nur der Grundton muß bleiben: Einfachheit bei dem höchsten Werth der Stoffe und Dekorationen. Eine Eleganz dieser Art hört auf Luxus zu sein, sie wird zum Kunstwerk. Das gebildete Auge, der geläuterte Geschmack weiß die Regeln des eleganten Comforts über die anscheinend geringfügigsten Dinge zu verbreiten.

Die vier Arten von Comfort, die wir hier betrachtet haben, stehen, wie man sich denken kann, im Leben nicht so abgeschlossen da, wie wir sie, unserem Zweck gemäß, dargestellt haben. Der gelehrte Comfort verschwistert sich sehr oft mit dem eleganten, der bürgerliche oder häusliche nimmt eine große Anzahl Motive und Ausschmückungen aus dem Gebiete des gemüthlichen. Auch giebt es Zimmereinrichtungen, in denen von allen vier Arten etwas zu finden ist; doch sind gerade diese keine Mustereinrichtungen, und der Gast.wird sich in solchen Räumen nicht behaglich fühlen. Ein Hauptgedanke muß stets vorwiegen, und Ebenmaß und Zweckmäßigkeit müssen seine Begleitetem.
A. v. St. [1] 

  1. Der vorstehende Aufsatz, welcher der belehrenden und praktischen Winke gar manche enthält, gehört zu den letzten literarischen Arbeiten eines bekannten Schriftstellers, dem unsere deutsche Lesewelt eine Reihe geistvoll concipirter und fein ausgeführter Novellen und Skizzen verdankt, dem schwere Krankheit aber jetzt seit längerer Zeit und leider für immer die Feder aus der Hand gewunden hat.