Die Linde (Die Gartenlaube 1898)

Textdaten
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Titel: Die Linde
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 10, S. 292
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1898
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[292] Die Linde macht sich als Straßen- und Alleebaum häufig dadurch unangenehm bemerkbar, daß die Blätter schon im Hochsommer gelb werden und nach und nach abfallen. Dieser Uebelstand wird durch eine kleine Milbe, das in Gärtnerkreisen als rote Spinne bekannte Insekt, hervorgerufen, welches die Linden in zahllosen Mengen bewohnt und ihnen das Grün des Blattes wegsaugt. Es leiden mehr oder weniger alle Linden von diesem Insekt, das infolge seines massenhaften Auftretens schwer zu vertilgen ist. Immerhin brauchen wir deswegen nicht auf eine Pflanzung von Linden Verzicht zu leisten. Es darf nur nicht die fast überall vorhandene kleinblätterige Linde, Tilia vulgaris, oder die großblätterige Linde, Tilia platyphylla, angepflanzt werden, sondern statt dieser beiden Tilia euchlora oder dasystila Diese Linde hat ein prächtiges, glänzend dunkelgrünes Laub und bleibt auch in dem Rauch und Staub der Städte bis tief in den Herbst hinein grün. Tilia euchlora wird in neuerer Zeit dieser Eigenschaften wegen auch in den Baumschulen viel vermehrt und ist schon fast überall käuflich. Allen Linden, welche inmitten oder in der Nähe harten Pflasters stehen, ist es sehr dienlich, wenn ihnen nach langer Dürre durch Anwendung von Locheisen Wasser in die Tiefe gebracht wird, damit sie dem Sonnenbrand besser Widerstand leisten können.