Die Kriegergräber bei Metz (Die Gartenlaube 1890/16)

Textdaten
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Titel: Die Kriegergräber bei Metz
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aus: Die Gartenlaube, Heft 16, S. 515
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1890
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[515] Die Kriegergräber bei Metz. Die deutschen Vereine von Metz und Umgegend, 30 an der Zahl mit rund 4000 Mitgliedern, haben eine Vereinigung gebildet, welche es sich zur Aufgabe macht, jährlich am 15. August alle im Bereiche des Metzer Kreises gelegenen Kriegergräber und Denkmäler mit frischem Schmuck zu versehen und daran anschließend auf dem Schlachtfelde eine Gedenkfeier mit Rede und Gesang zu begehen. Außerdem sollen Gelder gesammelt werden, um die dauernde Erhaltung der Gräber und Denkmäler auch dann zu sichern, wenn der Staat ausreichende Mittel hierfür einst nicht mehr bewilligen sollte. Mitglied der Vereinigung kann jedermann durch Zahlung eines Jahresbeitrags von mindestens 1 Mark werden. Auswärtige erwerben sich hierdurch das Recht, zu beanspruchen, daß ein von ihnen bestimmtes Grab jährlich einmal von seiten der Vereinigung nachgesehen und über dessen Zustand Auskunft ertheilt werde. Die Vereinigung will übrigens auch ohne Gegenleistung allen Aufträgen von Angehörigen und Freunden hier ruhender Krieger nachkommen, insbesondere am jährlichen Gedächtnißtage aus der Heimath eingegangene Kränze auf den Gräbern der Betrauerten niederlegen.

Die der Vereinigung mitgetheilten Adressen Angehöriger etc. werden in das Gräberverzeichniß eingetragen, auch zur Kenntniß der mit der Unterhaltung der Kriegergräber derzeit beauftragten Behörde gebracht werden, insoweit hieraus ein Vortheil für die Betheiligten vorauszusehen ist. Des weiteren sammelt die Vereinigung Erinnerungen noch lebender Mitstreiter und Augenzeugen aus den Kämpfen um Metz, welche zur Bereicherung der Kriegsgeschichte dienen können, sowie die hierüber erschienenen Werke und Abhandlungen, endlich Fundsachen vom Schlachtfelde; die Bücher werden der Bibliothek, die Fundstücke dem Museum in Metz einverleibt.

Schriftsachen sind an den Vorstand der „Vereinigung zur Schmückung und fortdauernden Erhaltung der Kriegergräber und Denkmäler bei Metz“ und Gelder an deren Kassirer, Rendant Jonas in Metz, zu richten.