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Titel: Die illustrirte Zeitung
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aus: Die Gartenlaube, Heft 29, S. 464
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1863
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[464] Die Illustrirte Zeitung J. J. Weber’s weiß den Ruf, den sie sich durch die Tüchtigkeit ihrer Leistungen erworben, nun seit zwanzig Jahren aufrecht zu erhalten; wie bisher bekundet sie auch in ihrem Programm für ihren 41. Band den erfahrenen Geist und die geschickte Hand ihrer obersten Leitung. Wem die Geschichte unserer illustrirten Literatur bekannt ist und wer an ihr das Interesse nimmt, das sie verdient, wird immer mit Anerkennung des Mannes gedenken, dem wir in Deutschland einen besseren Geschmack in der Behandlung der Illustration verdanken, der weder Mühe noch Kosten scheute, um die deutsche illustrirte Literatur durch deutsche Originalwerke der englischen und französischen an Eleganz und künstlerischem Werthe gleich zu stellen. Dieses nationale Streben zeichnet J. J. Weber’s „Illustrirte Zeitung“ noch heute aus und verdient ihm das Lob, daß er nicht, wie manche seiner Rivalen, mit Hülfe wohlfeiler Clichés, zum Nachtheil deutscher Künstler, das Publicum durch billigeren Preis an sich zu locken sucht. Auch das neueste Programm hat einen reichen Schatz von Kunstblättern aufzuführen, die hauptsächlich dem nationalen Aufschwunge der deutschen Gegenwart gewidmet sind. Neben dem Allgem. deutschen Turnfeste in Leipzig nennt es Bilder aus dem Befreiungskriege von 1813, zur Jubelfeier des 18. Octobers, zur National-Körner-Feier, zur landwirthschaftlichen Weltausstellung in Hamburg (wobei auch eine Hundeschau, als eine Neuheit in Deutschland, vorkommt), zum Künstlerfest in Weimar etc. Ein großes Historienbild von Prof. H. Rustige wird die Ueberführung der Leiche Kaiser Otto’s III. von Italien nach Deutschland darstellen; auch wird ein großes Gedenkblatt zur 50jährigen Jubelfeier der Völkerschlacht bei Leipzig verdeutlicht werden. Mögen diese Hinweisungen beitragen, dem bewährtesten der großen Blätter deutscher Illustration die wohlverdiente Theilnahme zu erhalten und zu mehren.