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Textdaten
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Autor: Klabund
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Titel: Sonette des Spielers: Die Caro-Dame
Untertitel:
aus: Die Harfenjule
S. 39-40
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1927
Verlag: Die Schmiede
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Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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[39]
Die Caro-Dame.

Ich bin kein Mensch, aus dem man Staaten macht, und keiner machte jemals Staat mit mir. Ich bin von jedem Hökerweib verlacht, und man rangiert mich unter Stein und Tier.

Ich bin mit keinem Elternpaar bedacht. Ich saufe als Assessor nicht mein Bier; ich ruf’ der Soldateska nicht: Habt Acht! Und schlafe klein im dunkelsten Revier.

Oft aber schieß’ ich strahlend wie die Blüte der Sonnenblume über Nacht ins Blau, und Sonne steht mir himmlisch im Gemüte.

[40] Ich schlag die Volte wie sein Rad der Pfau und schwebe übersinnlich in die Mythe am Arm der engelgleichen Carofrau.


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Die Caro-Dame.


Ich bin kein Mensch, aus dem man Staaten macht,
und keiner machte jemals Staat mit mir.
Ich bin von jedem Hökerweib verlacht,
und man rangiert mich unter Stein und Tier.

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Ich bin mit keinem Elternpaar bedacht.

Ich saufe als Assessor nicht mein Bier;
ich ruf’ der Soldateska nicht: Habt Acht!
Und schlafe klein im dunkelsten Revier.

Oft aber schieß’ ich strahlend wie die Blüte

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der Sonnenblume über Nacht ins Blau,

und Sonne steht mir himmlisch im Gemüte.

[40]
Ich schlag die Volte wie sein Rad der Pfau

und schwebe übersinnlich in die Mythe
am Arm der engelgleichen Carofrau.