Der Todesgang des armenischen Volkes/Erster Teil/Erstes Kapitel/Zweiter Teil/Siebter Abschnitt

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7. Wilajet Bitlis.


Das Wilajet Bitlis zählte unter 398 000 Bewohnern 195 000 Christen, nämlich 180 000 Armenier und 15 000 Syrer. Von den übrigen 200 000 sind 40 000 Türken. Der Rest setzt sich zusammen aus 45 000 seßhaften Kurden, 48 000 Nomadenkurden, 47 000 Sasakurden, 10 000 Tscherkessen, 8 000 Kisilbasch und 5 000 Jesidis. Die Armenier verteilen sich über alle Gebiete des Wilajets, sind aber besonders stark vertreten in der Umgegend von Bitlis und in der Euphrat-Ebene von Musch mit 200 bis 300 Dörfern. Die Ebene von Musch wird im Süden durch die Tauruskette begrenzt. In den Hochtälern des Taurus, südlich dieser Kette, liegt das Gebiet von Sassun, das in den neunziger Jahren der Schauplatz der ersten armenischen Massakers unter Abdul Hamid war.

Die Vorgänge im Wilajet Bitlis hängen mit den Ereignissen im Wilajet Wan zusammen. Die endgültige Katastrophe vollzog sich erst, nachdem die Russen Wan wieder geräumt hatten. Aber bereits seit dem Februar, noch ehe die Armenier von Wan irgend daran dachten, daß sie sich gegen ein drohendes Massaker zu verteidigen hätten, sah es bunt genug im Wilajet Bitlis aus.

Seit dem Ausbruch des Krieges waren die Städte und die armenischen Dörfer von türkischen und kurdischen Banden angefüllt, die als Milizen in die Armee eingestellt waren. Die Gendarmen beschäftigten sich unter dem Vorwande von Requisitionen mit Räubereien und Plünderungen. Den Armeniern wurden alle für den Winter aufgesparten Vorräte an Lebensmitteln weggenommen, und man befürchtete für das Frühjahr eine Hungersnot. Außer den Armeniern, die zur Armee ausgehoben waren, wurden weiter Armenier jeden Alters in beliebiger Zahl zum Wegebau und zum Lasttragen requiriert. Die Lastträger hatten den Winter über durch die verschneiten Gebirge schwere Lasten bis zu 70 Pfund an die Kaukasusfront zu tragen. Schlecht genährt und ohne Schutz gegen Kurdenüberfälle, kam die Hälfte auf dem Wege um, oft kehrte auch nur ein Viertel zurück. Als nach den Kämpfen von Sarikamisch und Ardahan die Kaukasusarmee in Schnee und Eis einquartiert war, desertierten viele Soldaten. Aber auf fünf türkische Deserteure kam höchstens ein armenischer.

Einzelne Deserteure kehrten in ihre Dörfer zurück. Die Gendarmen gingen mit Listen von Deserteuren von Dorf zu Dorf, um die Auslieferung derselben zu verlangen. Zugleich nahmen sie Haussuchungen nach Waffen vor. Falls sich die Deserteure nicht fanden, wurden ihre Häuser niedergebrannt und ihre Äcker eingezogen. Diese Razzias, die die Gendarmen veranstalteten, führten gelegentlich zu Zusammenstößen. Anfang März kam so der Kommissar Razim Bey und der Mülasim Djevded Bey mit 40 Zaptiehs in das armenische Dorf Zronk. Bei einem Kugelwechsel mit einem Flüchtling wird einem Gendarmen das Pferd unter dem Leibe weggeschossen. Er kehrt in das Dorf zurück, nimmt ein gutes Pferd von den Bauern, läßt sich 40 türkische Pfund als Ersatz für das tote Pferd zahlen, 25 Häuser anzünden, die Männer des Dorfes über die Klinge springen und konfisziert die Äcker. In Armedan werden türkische Freiwillige in armenischen Häusern einquartiert. Zum Dank für die Verpflegung vergewaltigt der Anführer die Schwiegertochter seines Quartierwirtes. Ähnliche Dinge wiederholten sich in anderen Dörfern.

Die Kurden in den Bergen hatten keine Lust, in den Krieg zu ziehen. Sie zogen es vor, armenische Dörfer zu plündern. Das war weniger beschwerlich und gewinnbringender. Der Mutessarif von Musch schien die Kurden erst bestrafen zu wollen, erklärte aber dann, er könne nichts machen. Der Kurdenstamm Abdul Medschid von Melasgert besetzte die Berge von Tschur, plünderte die armenischen Dörfer und massakrierte die Einwohner. Ein anderer Kurde, der Bruder des Kurdenscheichs Musa Beg, wollte sich in seinem Gebiet die Plünderungen durch andere Kurden nicht gefallen lassen. Auch andere Kurdenscheichs widersetzten sich der Regierung. Als ihnen aber die Unabhängigkeit ihrer Aschirets (Stämme) zugesichert wurde, gingen sie mit der Regierung und hielten sich an den Armeniern schadlos.

Trotz aller Drangsalierungen verhielten sich die Armenier ruhig, ertrugen die Übergriffe und ließen sich zu keinem Widerstand verleiten. Sie beschwerten sich bei der Regierung, und zeitweise schien die Regierung sie auch schützen zu wollen. In Musch hielt sich zu der Zeit ein bekannter armenischer Führer, Wahan Papasian, Abgeordneter des Parlaments für Musch, auf. Er vertrat die Interessen der Armenier beim Mutessarif von Musch und beim Wali von Bitlis. Ähnlich wie in Wan, versuchte man, durch Verständigung mit der Regierung dahin zu wirken, daß Streitigkeiten geschlichtet würden und die Ordnung, so gut es unter den anarchischen Zuständen möglich war, aufrecht erhalten würde.

Ende April änderte der Wali, wohl auf Veranlassung der Vorgänge in Wan, sein bis dahin noch scheinbar wohlwollendes Verhältnis zu den Armeniern. Am 1. Mai wurden 3 Armenier in Musch gehängt und das armenische Viertel ohne Veranlassung von Militär eingeschlossen. Der Wali drohte öffentlich mit einem Massaker. Zu gleicher Zeit wurden alle noch irgendwie tauglichen armenischen Männer zu den Wegebau- und Lastträgerkolonnen (Hamalar-Taburi) und ohne Rücksicht darauf, ob die Familien ohne Ernährer blieben, ausgehoben. So erhielt z. B. der Vorsteher des Dorfes Goms in der Musch-Ebene Befehl, 50 Ochsen und 50 Mann für Transportzwecke zu stellen. Trotzdem das Dorf nur 70 Männer, die Greise eingerechnet, hatte, brachte er 50 Ochsen und 45 Mann zusammen und bot für die 5 fehlenden Mann die Militärbefreiungssteuer an. Der Müdir von Agdschemak, der nach Goms gekommen war, wollte damit zufrieden sein, aber sein Begleiter, der Kurde Mehmed Amin, ein Feind des Dorfvorstehers, nahm das Fehlen der 5 Mann zum Anlaß, den Dorfvorsteher auszupeitschen und 7 Armenier zu erschießen. Es kam zu einem Zusammenstoß, bei dem 7 Gendarmen und weitere 20 Armenier getötet wurden. Etliche Tage nach diesem Vorfall kam es zu einem Zwischenfall in dem Kloster Arakeloz. Dorthin hatten sich 80 Armenier geflüchtet. Truppen aus Musch, die das Kloster durchsuchten, brachen einen Streit vom Zaun, der blutig endete. Der Mutessarif von Musch schickte Truppen, forderte die Auslieferung der Flüchtlinge, ließ sie aber nach weiteren Verhandlungen abziehen. Trotzdem ließ der Mutessarif die Leichen der Türken, die bei dem ersten Zusammenstoß umgekommen waren, nach Musch bringen und sagte in der Leichenrede öffentlich: „Für jedes Haar Eures Hauptes will ich Tausend Armenier hinschlachten lassen.“

Zu derselben Zeit hörte man, daß armenische Wegearbeiter von ihren bewaffneten muhammedanischen Kameraden erschlagen wurden. Als dies systematisch fortgesetzt wurde, sagten sich die Armenier, daß diese Untaten nicht in dem Fanatismus ihrer muhammedanischen Kameraden, sondern in den Anordnungen der Regierung ihren Grund hatten, die die Armenier planmäßig auszurotten beschlossen hatte. Die Beschwerden des Bischofs wurden von der Regierung spöttisch abgewiesen.

Die Armenier waren verzweifelt. Was sollten sie tun? Kampffähige Männer waren kaum noch da. Die Frauen und Kinder waren den türkischen Truppen, den kurdischen Hamidiehs und der fanatisierten Menge preisgegeben.

Zu ihrer Überraschung fingen eines Tages plötzlich Türken und Kurden an, Freundschaft zu heucheln und sich mit ihnen wieder auf guten Fuß zu stellen. Die Erklärung dieser Wandlung war bald gegeben. Die Russen waren bis Gob und Achlat nördlich des Wansees vorgegangen und südlich des Sees marschierten sie auf Bitlis. Aber es kam nicht zur Besetzung von Bitlis. Auch der Vorstoß in die Muschebene wurde wieder zurückgenommen. Die Russen kamen nicht, und damit versank die letzte Hoffnung auf Rettung.

Einmal hatte der deutsche Konsul aus Mosul wegen der Plünderungen und Massakers im Wilajet Bitlis bei den türkischen Behörden interveniert. Eine Zeitlang schien das Eindruck zu machen, es dauerte aber nicht lange, so war alles wieder beim alten.

Stadt Bitlis.

Gouverneur von Bitlis war Mustafa Chalil, Schwager des Ministers des Innern Talaat Bey. In der Stadt und Umgegend hatte er bereits alle männlichen Armenier zwischen dem 20. und 45. Jahre zum Heeresdienste (d. h. zum Straßenbau und Lasttragen) ausheben lassen. Kirchen und Häuser der Armenier mußten für Einquartierung geräumt werden. Nach der Erklärung des Dschihad begannen die Mollahs, die Scheichs und die Banden, die von bekannten Räubern geführt wurden, ihre aufreizende Tätigkeit. Die Muhammedaner wurden bewaffnet, und in den Moscheen wurde der Christenhaß gepredigt. Schon in den Monaten Dezember und Januar kam es zu mancherlei Untaten. Türken aus Bitlis hatten eine kurdische Bande gebildet und belagerten das Dorf Urdap. Sie nahmen den Bauern Pallabech Karapet und einige andere gefangen, führten sie gefesselt in die Stadt und folterten sie, indem sie ihnen die Bärte ausrissen. Eine andere Bande von 300 Mann unter Führung des Chumadji Farso (eines Nachkommen des berüchtigten Kurdenscheichs Djelaleddin) und des Emirs Mehmed griff zehn armenische Dörfer im Gebiet von Gargar an, plünderte und verbrannte sie. Was nicht getötet wurde, floh nach Wan.

Im Juni fand ein Massaker in Bitlis statt. Die Armenier von Bitlis und aus den Dörfern um Bitlis wurden in der Richtung auf Diarbekir abtransportiert. Die Männer wurden erschlagen, 900 Frauen und Kinder unterwegs, als man an den Tigris kam, ertränkt. Bei dieser Deportation muß auch der Deputierte Wramjan von Bitlis seinen Tod gesunden haben. Die türkische Version lautet: Armenier hätten ihn befreien wollen, weshalb die Gendarmen genötigt gewesen seien, ihn zu töten.

Die Ebene von Musch.

Am Morgen des 3. Juli begann die Metzelei in Musch. Die Kanonen wurden gegen den oberen Stadtteil gerichtet, sodaß dort die Häuser einstürzten und eine Feuersbrunst ausbrach. Die Armenier verließen die Häuser und flüchteten sich in einen anderen Stadtteil, wobei sie zum Teil auf der Straße niedergemetzelt wurden. Der obere Stadtteil wurde gänzlich vernichtet. Nun richtete sich der Angriff gegen den Stadtteil „Brut“. Die Armenier waren dort zusammengedrängt und sahen, wie ihre weiblichen Angehörigen geschändet, ihre Brüder getötet wurden. Nach der Zerstörung auch dieses Stadtteiles wandten sich die Angriffe gegen den „Smareni“-Stadtteil. Dort wurden unbeschreibliche Greuel begangen. Da keine Rettung mehr war, suchten die Armenier sich selbst zu töten. So sammelte Tigran Sinojan in Musch alle Mitglieder seiner Familie, 70 Personen, und reichte allen Gift. Nachdem sie dem Gift erlegen waren, legte er Feuer an das Haus und erschoß sich.

Andere Familien verbrannten ihre Häuser, um in den Flammen umzukommen, viele erschossen ihre Frauen und Kinder, um sie vor Schändung und Islamisierung zu bewahren.

Hadji Hagop fiel während eines Sturmes, aber seine Gefährten setzten die Verteidigung fort. Inzwischen waren alle Stadtteile außer „Zor“ vernichtet und der übrig gebliebene Teil der armenischen Bevölkerung wurde in diesem am äußersten Ende der Stadt gelegenen Teil zusammengedrängt, etwa 10 bis 12 000 Personen.

Es kam der 4. Juli. Das Bombardement und die Angriffe der Kurdenhorden steigerten sich zu größter Heftigkeit. Aber auch die wenigen armenischen Verteidiger verdoppelten ihren Widerstand und erschossen Hunderte von Kurden. Was wollte das aber bedeuten? Die Häuser von Zor wurden allmählich in Trümmer geschossen und alle Armenier, welche noch am Leben geblieben waren, beschlossen, in der folgenden Nacht den an Zor grenzenden Fluß zu überschreiten und in die Berge von Goghu Gluch zu fliehen, in der Hoffnung, Sassun zu erreichen. In der elften Abendstunde setzte sich die Masse in der Richtung auf den Fluß in Bewegung. Aber die brennenden Häuser beleuchteten die Gegend auf 8–10 Kilometer Entfernung hin. Sie wurden von ihren Verfolgern bemerkt und beschossen. Viele fielen den Kugeln, andere dem Gedränge, und wieder andere den Wellen zum Opfer, und nur 5–6000 erreichten das andre Ufer und flohen in die Berge.

Die Kurden sammelten dann alle Verwundeten und etwa in der Stadt noch versteckten Armenier und verbrannten sie auf einem ungeheuren Scheiterhaufen.

Was sich aus der Ebene von Musch noch flüchten konnte, floh in die Berge von Sassun.

Sassun.

Sassun war nicht leicht zu bezwingen, das wußten die Türken aus der Zeit der Massakers von 1894/6. Bei Ausbruch des Krieges hatten die Kurden sie umschmeichelt und ihnen versprochen, ihre freundnachbarlichen Beziehungen aufrecht zu erhalten. Die Armenier ihrerseits versicherten die Kurden ihrer Freundschaft. So waren denn auch eine Zeitlang die Beziehungen ungetrübt. – Anfang 1915 begann die Regierung die Gegenden mit weniger dichter armenischer Bevölkerung (so die Dörfer Silivan, Bescherik, Miafarkin usw.) zu entwaffnen, die Armenier zu mißhandein, zu töten und zu vertreiben. Sie bewerkstelligten das so geschickt, daß die Kunde ihrer Untaten nicht bis zu den armenischen Zentren drang. Erst Anfang März begann die Regierung auch gegen die letzteren vorzugehen. Sie schickten Leute in den Bezirk von Zowasar, die in dem Dorfe Aghri die sofortige Auslieferung der Waffen forderten. Die Bauern bestritten, Waffen zu besitzen, und 50 von ihnen wurden getötet. In gleicher Weise ging dann die Regierung in den Bezirken Chiank und Kulp[1] vor. Die türkischen Beamten begaben sich mit vielen Kurden und Gendarmen dorthin und verlangten die Waffen. Die Bauern dieser Bezirke wandten ein, sie wären keine Rebellen, sondern der Regierung treu ergeben und besäßen keine Waffen. Als die Türken sie niederzumachen drohten, floh die armenische Jugend und versammelte sich in den Dörfern von Chiank: Ischchenzor, Ardchonk und Sewit. Darauf stürzten sich die Gendarmen und die Kurden auf die Dörfer und forderten außer den Waffen die Auslieferung der Flüchtlinge. Schließlich wurden die Frauen vergewaltigt und 3000 Männer als Hamalar Taburi (Armierungssoldaten) weggeführt. Diese wurden nach der Stadt Lidscheh gebracht, von dort weiter transportiert und zwischen Charput und Palu getötet. Nur 3 Personen konnten der Metzelei entgehen und in Dalvorik ihre Erlebnisse erzählen. Auf diese Kunde hin, verließen alle Armenier Chiank und Kulp und flüchteten nach Sassun.

Ähnlich ging es in dem Bezirk von Psank zu. Die Kurden von Scheko, Beder, Bosek, Modkan, Djallal und Gendjo griffen in Begleitung des Kaimakams die Armenier von Psank an.

Mitte Mai erklärte die Regierung die Armenier von Psank als Rebellen und verlangte Auslieferung der Waffen. Darauf wurden aus einigen Dörfern Frauen geraubt. Ein großer Teil der Armenier, ca. 4000 Personen, wurde von Stepan Wartabed nach dem Kloster Mardin-Arakeloz (auf dem Berge Marat) gebracht, wo sie sich verschanzten und von den Kurden umzingelt wurden. Am 20. Mai kam es zu einem blutigen Kampf zwischen Belagerern und Belagerten. Anderthalb Monate konnten diese, trotz ihrer lächerlich geringen Kampfmittel, sich behaupten, bis ihnen das Wasser abgeschnitten wurde. Sie schickten nach Sassun um Hilfe, aber die Hilfe blieb aus, und so versuchten sie durchzubrechen. Dabei kamen 2000 um; der Rest, mit dem Wartabed an der Spitze schlug sich durch.

Bisher war das eigentliche Sassun noch immer von Angriffen verschont geblieben. Die Sassuner zeigten sich streng loyal, und auch die Regierung trug Bedenken, gegen sie vorzugehen. Sie hatten viele der von der russischen Front geflohenen Kurdenfamilien freundlich bei sich aufgenommen, ihnen Kleidung und Nahrung gegeben und sie nach kurdischen Ortschaften weiterbefördert. Die Sassuner dachten nicht an Aufstand, sie hatten keine Waffen und auch nicht hinreichend Lebensmittel. Die Regierung aber fürchtete sie und ging sehr vorsichtig zu Werke. Erst als sie die Armenier in den Dörfern Zronk, Goms, Awsud, Muscheghaschen u. a. und in den Bezirken Chiank, Kulp, Psank und Zowasar z. T. vernichtet und z. T. vertrieben hatte, begann sie gegen Sassun vorzugehen. Der kurdische Agha von Chiank, der Müdir Kör-Slo schickte Gendarmen nach Dalworik, um die Auslieferung der Waffen zu fordern. Die Einwohner erklärten, daß sie der Zusicherung der Regierung, daß sie nach Ablieferung der Waffen das Volk in Ruhe lassen würde, keinen Glauben schenkten, nachdem alle Dörfer, die ihre Waffen übergeben hatten, vernichtet worden seien. So kehrten die Gendarmen unverrichteter Dinge zu dem Müdir zurück. Kör-Slo versuchte es noch zweimal, die Armenier zu überlisten. Als auch das nicht half, nahm sich der Mutessarif von Musch der Sache an. Er schickte den Wartabed Wartan, den Priester Chatschadur, die Efendis Gasem, Mussa, Mustafa und 10 andere Muhammedaner, um die Sassuner zu überreden, nach dem Dorfe Dapek zu kommen, wo der Kaimakam seinen Sitz hat. Der Kaimakam schickte nach Sassun, um die Ortsvorsteher zu sich zu bitten. Sie kamen und wurden sehr liebenswürdig aufgenommen. Die Efendis priesen ihre Loyalität und Treue. Als man aber auf die Frage der Waffenauslieferung kam, erklärten die Armenier, von dem Volke keine Vollmacht zu besitzen. Man einigte sich, die Angelegenheit in einer Versammlung in Schenik zu verhandeln, wohin denn auch die übrigen Notabeln von Sassun kamen. Dort erklärten die Regierungsvertreter, daß Sassun keine Soldaten mehr stellen dürfe, weil die Sassuner Verrat geübt hätten. Die Armenier bestritten das und beschuldigten die Regierung, daß sie die Armenier, statt sie an die Front zu schicken, als Hamals (Last-Träger) verwende, und in entlegene Gegenden sende, um sie dort zu vernichten. Die Türken suchten das abzuleugnen und versicherten, daß die Regierung den Armeniern wohlwolle; in Anbetracht der ärmlichen Lage der Sassuner brauchten diese fortan keine Soldaten mehr zu stellen, man verlange von ihnen nur Lebensmittel und Kleidung für die Truppen. Die Sassuner versprachen das Gewünschte und noch mehr zu liefern, das Gleiche versprachen auch die Notabeln von Schenik, Senal, Geliagusan und Daluwor.

Darauf traten die Regierungsvertreter mit der Behauptung hervor, es sei der Regierung bekannt, daß die Sassuner in ihren Bergen Kosaken versteckt hätten. Sie müßten ausgeliefert werden, ebenso alle Waffen. Die Armenier bestritten, jemals Kosaken gesehen zu haben. Betreffs der Waffen erklärten sie, daß sie nie daran gedacht hätten, gegen die Regierung zu rebellieren. Warum denn die Kurden nicht entwaffnet würden? Sie hätten nur einige wenige Feuersteinflinten, die sie zum Schutze gegen die Raubtiere brauchten. So kehrten die Efendis, ohne etwas erreicht zu haben, nach Musch zurück.

Als die Regierung sah, daß die Entwaffnung der Leute von Sassun durch List nicht zu erreichen war, rief sie die benachbarten Kurdenstämme zusammen. Ende Juni wurde Sassun von ihnen umzingelt, von Osten her durch die Kurden von Scheko, Beder, Bosek und Djalall, von Westen her durch die Kurden von Kulp und ihren Scheichs Hussein und Hassan und die Kurden von Genasch und Lidsche, von Süden her durch die Kurden von Chian, Badkan und Bazran unter Chaldi Bey von Meafarkin und Hadschi Muschi Aga, von Norden her durch Kurdenbanden, die auf der Höhe von Kosduk zusammengezogen wurden; außerdem wurden türkische Truppen aus Diarbekir und Charput aufgeboten. Die Bevölkerung von Sassun zählt 20 000 Seelen. Außerdem waren in das Sassungebiet etwa 30 000 Frauen, Kinder und Greise aus den benachbarten Gebieten geflüchtet. Da Sassun selbst wenig Korn erzeugt, war die Ernährung dieser Flüchtlinge sehr schwierig. Schon im Winter war fühlbarer Mangel gewesen, aber die Regierung hatte den Leuten von Sassun nicht erlaubt, Vorräte in Musch einzukaufen. Seit dem Mai wurden die Lebensmittel immer knapper.

Die Kurden griffen zuerst das Dorf Aghbi (im Kreise Zowasar) an und trieben die Schafherden weg. Dann überfielen die Kurden von Osten her die Dörfer Kop und German, töteten die sich widersetzenden Dorfbewohner und führten ihre Herden mit sich weg. Die Armenier zogen sich nun auf einen engeren Umkreis in die Antokberge zurück. Von da schickten sie eine Beschwerde an die Regierung, in der sie sich über die ungesetzliche Behandlung beklagten. Ihre Führer Ruben und Wahan Papasian hielten gute Ordnung und waren bemüht, alles zu vermeiden, was der Regierung einen Anlaß zum Einschreiten geben konnte.

Als Antwort auf die Beschwerde griffen am 18. Juli türkische Truppen die Armenier an, die sich zu ihrer Verteidigung auf Stellungen, die besser zu verteidigen waren, zurückzogen. Da die Armenier nur eine geringe Zahl von Bewaffneten und wenig Munition hatten, mußten sie sich zuletzt auf den Geben-Berg zurückziehen. Am 20. Juli war ihre Munition erschöpft, während die türkischen Truppen Artillerie gegen sie in Stellung brachten. Am Nachmittag des 21. Juli erging der Befehl, daß sich alle Armenier mit ihren Frauen und Kindern in der Ebene von Andoka sammeln sollten, wo sich schon der größte Teil der Bevölkerung und der Flüchtlinge befand. Es waren gegen 50 000, die dort zusammenkamen. Dort beschloß man, sich zu teilen und nach verschiedenen Richtungen auf unwegsamen Bergpfaden durch die belagernden Kurden durchzubrechen. Ein Teil floh in die Berge von Dalworik, ein Teil nach Zowasar. Ein Teil schlug sich über Krnkan-Giöl nach Kan durch, wo sie auf die von Musch geflüchteten Armenier stießen. Die Leute von Schenek und Semal gingen über Korduk in das Tal von Amre und Zizern hinab, wo sie von den Kurden bis auf 87 Personen, die sich durchschlugen, vernichtet wurden. Die Leute von Aghdo kamen mit geringen Verlusten nach Zowasar und versteckten sich dort in den Felshöhlen. Die Leute von Geljegutzan und Ischchanzor wurden zur Hälfte aufgerieben. So wurde die Bevölkerung von Sassun zum Teil vernichtet, zum Teil in die Berge versprengt. Kurden und Türken streiften die Gegend ab, um die Versprengten abzuschießen. Von den Führern fielen Korion, Tigran und Hadschi. Am Leben blieben Ruben und Wahan Papasian, die sich mit kleinen Abteilungen in das Wan-Gebiet durchschlugen. Ende September trafen Ruben und Wahan Papasian in Eriwan ein. Sie schätzten die Zahl der damals vielleicht noch Lebenden, die sich nach verschiedenen Seiten zerstreut hatten, auf etwa 30 000. Da aber auch diese nur noch für kurze Zelt Lebensmittel hatten, muß man annehmen, daß sie inzwischen von den Kurden vernichtet oder Hungers gestorben sind.

4. Nachträge.


1) Die letzte Phase der Verfolgungsgeschichte spielte sich im Kaukasus ab, als nach dem Frieden von Brest-Litowsk die russische Armee sich zurückzog und den Kaukasus der Invasion der türkischen Truppen preisgab. Über die Vorgänge im Kaukasus vgl. „Deutschland und Armenien 1914–1918“. Sammlung diplomatischer Aktenstücke, hersg. und eingel. von Dr. Johannes Lepsius. Der Tempelverlag in Potsdam 1919. Einl. S. XLV und die Aktenstücke d. Js. 1918, S. 365 ff.

2) Über Nazareth Tschauch und die Entstehung der Unruhen in Zeitun vgl. Lepsius, Dtschl. und Arm. S. IX ff. und die Berichte von Konsul Roeßler, Aleppo, Aktenstücke Nr. 11 und 25.

3) Die Gesamtzahl der Deserteure, die, aus Christen und Muhammedanern bestehend, schon vor dem Kriege seit 1913 sich in die Berge geflüchtet hatten, betrug zu der Zeit nach Mitteilung von Herrn Konsul Roeßler etwa 150. Der Verlust der Toten und Verwundeten bei dem Angriff auf das Kloster wird von ihm auf „eine Anzahl Toter und Verwundeter“ angegeben.

4) Die Zahl von 20 000 Seelen umfaßt auch die Dörfer in der Umgegend von Zeitun.

5) Über die Vorgänge in Dörtjol sind nähere Berichte in dem deutschen Konsularbericht aus Adana vom 13. März 1915 gegeben. Lepsius, Dtschl. und Arm. Nr. 19.

6) Über die Vorgänge in Urfa siehe die Berichte des deutschen Konsuls Herrn Roeßler von Aleppo, Lepsius, Dtschl. und. Arm. Nr. 193, 202 und 226 Anl. 1. Am 19. und 20. August fanden Massakers statt, bei denen etwa 200 Armenier getötet wurden. Am 29. September setzten sich die Armenier, um der drohenden Deportation zu entgehen, in Verteidigungszustand in ihrem Stadtviertel. Vom 4. bis zum 15. Oktober währte die Belagerung des Viertels durch türkische Truppen, wobei diese 50 Tote und 120 bis 130 Verwundete hatten. Die männliche armenische Bevölkerung der Stadt wurde, nachdem der Widerstand gebrochen war, zum größten Teil getötet, die Frauen und Kinder deportiert. Die Stadt zählte vor der Deportation etwa 20 000 Armenier.

7) Dazu schrieb Prediger J. Spörri, Leiter der Station Wan des deutschen Hilfsbundes für Christliches Liebeswerk im Orient, am 7. 10. 1916 aus Zürich an den Verfassen

„Als am 20. 4. 15 die Feindseligkeiten vor meinen Augen ausgebrochen waren und in schauerlicher Weise auf uns geschossen wurde, war ich gedrungen, an den Wali zu schreiben. Ich erzählte den Anfang der Feindseligkeiten, teilte mit, daß wir dem Kugelregen ausgesetzt seien, ersuchte, da ich annehmen mußte, daß solches unmöglich nach dem Wollen des Walis sein könne, um weitere Vermeidung solcher Handlungen und bat, die Streitigkeiten friedlich zu ordnen. Mit meinem Schreiben ging ich zu Dr. Usher (es war das ein gefährlicher Weg, da unaufhörlich geschossen wurde), las ihm den Inhalt vor und veranlaßte ihn, von seiner Seite ein Gleiches zu tun. Der Brief vom 23. 4. von Djevdet Bey war die Antwort auf unser Schreiben. Übrigens hatte ich die Verteidiger gebeten, sie möchten sich von der Front unserer Station zurückziehen, da sie das Feuer auf uns zögen. Ich hatte die Genugtuung, daß mein Wunsch erfüllt wurde. Freilich war auch so von einem Aufhören des Feuers gegen uns nicht die Rede.“

8) Auch der Wali Rachmi Bei wurde schließlich, wenn auch erst ein Jahr nach der allgemeinen Deportation, durch den Befehl der Regierung von Konstantinopel gezwungen, den Befehl zur Deportation zu geben. Lediglich dem Einschreiten des Oberbefehlshabers General Liman von Sanders, der mit militärischem Widerstand drohte, ist es zu danken, daß die Deportation der Armenier von Smyrna nicht zur Ausführung kam. Vgl. Lepsius, Dtschl. und Arm. S. LIX und die Aktenstücke Nr. 306, 307, 308.


9) Vgl. den fesselnden Bericht über die Flucht der Armenier von Suedije von Pastor Digran Andreasjan, der im Anhang von Lepsius, Dtschl. und Arm. abgedruckt, auch im Tempelverlag in Potsdam separat erschienen ist, „Suedije, eine Episode aus den Armenierverfolgungen des Jahres 1915.“ M. 0,50.

10) Durch Gesetz vom 1. August 1916 wurde ein Jahr darauf die alte Kirchenverfassung der gregorianischen Kirche zerstört und das Patriarchat von Konstantinopel in das Kloster Mar Jakub in Jerusalem verlegt. Erst nach dem Sturz der jungtürkischen Regierung und dem Zusammenbruch der Türkei wurde das Gesetz wieder aufgehoben.

11) Nach dem Zusammenbruch der Türkei ist das ursprüngliche Programm der Daschnagzagan natürlich gegenstandslos geworden. Auf den Glücksfall, daß die beiden Feinde der Armenier, die Türkei und Russland, gleichzeitig zusammenbrechen würden, so daß für ein völlig unabhängiges Groß-Armenien Raum wurde, konnte kein politisches Programm im voraus rechnen.

12) Wartkes wurde zusammen mit Sohrab auf dem Wege von Urfa nach Diarbekir durch die begleitenden Gendarmen auf Befehl der Regierung ermordet. Lepsius, Dtschl. und Arm. S. 109.

13) Die Polizei in Konstantinopel hat nachträglich zwei Bilderbücher mit Haufen von Gewehren, Bomben, Fahnen und dergl. veröffentlicht, die nur Unkundige über den Wert solcher Machwerke täuschen können. Eine Charakteristik dieser Publikation hat die Deutsch-Armenische Gesellschaft veröffentlicht.

14) Vgl. den Bericht des deutschen Botschafters Freiherrn von Wangenheim in Lepsius, Dtschl. und Arm. Nr. 38. „Die Behauptung, es lägen Beweise vor, daß für den Tag des Thronbesteigungsfestes ein Putsch beabsichtigt gewesen sei, erklärte Talaat Bey für unzutreffend.“ Die Pforte selbst erklärte offiziell die Verschickung der Konstantinopler Intellektuellen nur für eine Vorbeugungsmaßregel.

15) Die letzte türkische Lesung lautete, daß alle 180 000 Muselmanen von den Armeniern massakriert worden seien. Vgl. Lepsius, Dtschl. und Arm. S. LXXIII f.

16) Vgl. dazu die Berichte des deutschen Konsuls Herrn Anders in Lepsius, Dtschl. und Arm. Nr. 5, 6 und 10.

17) Das später erschienene Communiqué der türkischen Regierung über die Vorgänge in Urfa wird von dem deutschen Konsul Herrn Roeßler in Aleppo in seinem Bericht vom 16. November 1915 einer Kritik unterzogen. Lepsius, Dtschl. und Arm. Nr. 202.

18) Vgl. Lepsius, Dtschl. und Arm. Einl Kap. V, 5: Die offizielle Motivierung. S. LXVI ff.

19) Vgl. die Urteile der deutschen Botschafter und Konsuln ebenda S. LXXVI ff.

20) Vgl. das Urteil des deutschen Botschafters Graf Wolff-Metternich in Lepsius, Dtschl. und. Arm. Nr. 287.

21) Vgl. die Urteile deutscher Konsuln in Lepsius, Dtschl. und Arm. S. LXXVI ff.

22) Wäre die Türkei siegreich aus dem Krieg hervorgegangen, so wäre allerdings nicht daran zu denken gewesen, daß der Raub des gesamten Nationalgutes des armenischen Volkes wieder rückgängig gemacht worden wäre. Auch jetzt wird es schwer sein, auch nur einen beträchtlichen Teil der beweglichen Habe den Dieben und Räubern, die daß Gut schon längst verschleudert haben werden, zu entreißen.

23) Vgl. den Bericht über die Verhandlungen im türkischen Senat vom Oktober und November 1915 in Lepsius, Dtschl. und Arm. Nr. 223.

24) Vgl. zu diesem Kapitel den Abschnitt: Zwangsbekehrungen zum Islam, in der Einleitung von Lepsius, Dtschl. und Arm. und ebenda die Konsularberichte laut Sachregister unter Zwangsbekehrungen.

25) Vgl. den Bericht des deutschen Vizekonsuls Herrn Kuckhoff vom 4. Juli 1915 aus Samsun, Lepsius, Dtschl. und Arm. Nr. 116 Anlage.

26) Nur unter den syrischen Nestorianern gab es eine kleine hochkirchliche Mission, die am Sitz des nestorianischen Patriarchen in Kodschannes bei Djulamerg im oberen Zabtal und in Urmia auf persischem Gebiet eine Vertretung hatte und eine Art Nuntiatur des Erzbischofs von Canterbury bei dem nestorianischen Patriarchat bildete. Diese hochkirchlichen Herren haben niemals mit Armenien oder der armenischen Frage zu tun gehabt und sich ausschließlich auf die syrischen Nestorianer beschränkt.

27) Dies war Anfang 1916 geschrieben. Nach der Vernichtung ihres Volkstums in der Türkei würden es jetzt natürlich alle noch Überlebenden Armenier ablehnen, unter türkische Herrschaft zurückzukehren.

28) Vielleicht wird Herr Bratter nach der Veröffentlichung der diplomatischen Aktenstücke über den Vernichtungskampf der Türken gegen die christlichen Armenier durch die Urteile der deutschen Botschafter und Konsuln jetzt eines Besseren belehrt werden.

29) Den genannten Städten ist noch Aleppo hinzuzufügen, wo dank der rastlosen Bemühungen des deutschen Konsuls wenigstens die ortsansässige Bevölkerung von der Deportation verschont blieb. Die Armenier von Bagdad waren zunächst nach Mossul deportiert worden und sollten von dort weitergeschafft werden. Der Einspruch des Feldmarschalls Freiherrn von der Goltz, der den Weitertransport untersagte, wurde von der Regierung in Konstantinopel erst respektiert, als der Feldmarschall wegen dieser Sache telegraphisch um seine sofortige Abberufung bat. S. Lepsius, Dtschl. und Arm. Einl. S. LIX und Aktenstück Nr. 224.


30) Über den Gesamtverlust an Ermordeten und Verhungerten, der auf eine Million geschätzt wird, vgl. Lepsius Dtschl. und Arm. Einleitung V, 4, S. LXIII, das Kapitel: Opfer.




Anmerkungen

  1. Diese zwei Bezirke, obgleich dem Sandschak Gendj angegliedert, gehören geographisch zu Sassun.