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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Der Gott Thor in Thossen
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 2. S. 75–76
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Erscheinungsort: Dresden
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Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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684) Der Gott Thor in Thossen.
S. XVII. Jahresbericht des Alterth.-Vereins in Hohenleuben S. 81 fgg.

Die Kirche des Dorfes Thossen bei Plauen, welche Filial von Rodersdorf ist, wurde auf der Stelle eines heidnischen [76] Opferplatzes erbaut und der Altar unmittelbar über die heilige Quelle gesetzt. Um aber die heidnischen Slaven mit desto besserem Erfolge zu dieser Kirche zu bekehren, erlaubte man sich den frommen Betrug, die auf dem Altar aufgestellten Heiligenbilder mit slavischen Gottheiten zu verschmelzen. Man schrieb deshalb an das Gewand des h. Martin, welchem die Kirche geweiht war: ToR E WoR (d. h. Thor est voster, noster: er ist Euer und unser Thor) und auf das Kleid der in der Mitte stehenden Jungfrau Maria schrieb man: MARIA OM WRA EYA NORA E WORRA (d. h. Maria Om Vostra est, Yr nostra et vostra: die Maria ist Euere Om[1] und unsere und Euere Hira).


  1. Hom wird unter den ältesten Genien der Zend-Avesta der Baum des Lebens genannt und Om ist noch jetzt der Buddhistische Begriff von der höchsten und heiligsten Intelligenz des Weltalls und über den Kreislauf der Seelenwanderung erhaben (S. Variscia Bd. IV. S. 57. Nork, Mythol. Wtbch. Bd. II. S, 236, Coleman, Mythology of the Hindus. Lond. 1832 p. 136) die höchste Gottheit, deren Namen man nicht laut aussprechen darf.