Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Der Gläserslowak
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 32, S. 548
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1889
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[533]
Die Gartenlaube (1889) b 533.jpg

Der Gläserslowak.
Nach einer Zeichnung von J. R. Wehle.

[548] Der Gläserslowak. (Zu dem Bilde S. 533.) Es ist kein beneidenswerthes Dasein, das der Stamm der Slowaken im nordwestlichen Ungarn am Oberlauf der Flüsse Waag und Gran führt, eingeengt von Polen, Tschechen und Magyaren, scheinen sie zum allmählichen Verlust ihres Volksthums bestimmt zu sein. Das Land ist nicht gerade fruchtbar und der slowakische Bauer erntet meist nur kärglichen Ertrag; Wohlstand ist selten, um so zahlreicher sind die ärmlichen Gestalten, die mit allerhand Waren, mit Leinwand, Spitzen, Mäusefallen etc. umherziehen von Dorf zu Dorf. In die Klasse dieser wandernden Hausirer gehört auch der Gläsermann auf unserem Bildchen. In einem großen flachen Korbe trägt er seine zerbrechlichen „Kunstwerke“ von Haus zu Haus; sein Absatz mag nicht eben groß sein, denn noch ist sein Korb gefüllt, und der Bauer unter der Hausthür scheint keine Lust oder kein Geld zu solchen Dingen zu haben, wenn sie auch seinem Kartoffeln schälenden Weibe und seinem Buben verführerisch in die Augen stechen. Den Künstler zieht an diesen armen Gesellen immer wieder die merkwürdige malerische Tracht an, die sich wohl als eine Erbschaft aus besseren Tagen mit zäher Ausdauer in der Ueberlieferung des Volksstammes erhält.