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Der Blumenmarkt am Dönhoffsplatz in Berlin

Textdaten
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Titel: Der Blumenmarkt am Dönhoffsplatz in Berlin
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 16, S. 276
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1893
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[276] Der Blumenmarkt am Dönhoffsplatz in Berlin. (Zu dem Bilde S. 265.) Es ist eine Erinnerung an den seit Eröffnung der Markthallen eingegangenen Blumenmarkt auf dem Dönhoffsplatz in Berlin, was unser Bild von Hans Herrmann bietet. Die ganze Nordseite des großen Platzes längs der belebten Leipziger Straße war früher den Gärtnern und Blumenhändlern eingeräumt, die hier ihre anmuthig gruppierte Ware feilboten. Zu den Füßen der Statue des Ministers Freiherrn von Stein saßen die Verkäufer und Verkäuferinnen, und zur Rosenzeit erfüllte oft ein wundervoller Duft diesen Theil des Marktes. Von den großen Palmgewächsen und Blattpflanzen aller Art bis herab zu dem bescheidenen Stiefmütterchen konnte man hier seine Wahl treffen, und Blumenmädchen mit Körben am Arme boten dem Vorübergehenden ihre zierlichen Maiglöckchen-, ihre sanftduftenden Veilchen- oder Rosensträußchen zum Kaufe dar.

Ein überaus buntes Durcheinander herrschte dann in dieser ohnehin so sehr belebten Gegend. Namentlich im Frühling, an schönen sonnigen Tagen, wenn der erste Blumenflor auf den Markt gebracht wurde, ging es ungemein geschäftig zu. Aber auch im Winter war der Blumenmarkt am Dönhoffsplatz stark besucht und der Handel, namentlich in Kamelien für die Balltoiletten der Damen, ein ergiebiger.

Jetzt bergen die Markthallen, was früher das Auge am Dönhoffsplatz erfreute. Auch hier duften Hyacinthen und Rosen und prangen in ihrer Farbenpracht. Aber des Himmels Sonne, die alles in weit schönerem Lichte erscheinen läßt, sie schaut nicht mehr herab auf Knospen und Blüthen!