Den Segen vergessen

Textdaten
<<< >>>
Autor: Heinrich Pröhle
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Den Segen vergessen
Untertitel:
aus: Märchen für die Jugend, S. 205
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1854
Verlag: Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Halle
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google, Commons, E-Text nach Deutsche Märchen und Sagen
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[205]
61. Den Segen vergessen.

Eine Frau, die fleißig zur Kirche ging, wollte wissen, wie viel Mal sie in Einem Jahre im Gotteshause gewesen sei. Weil sie nicht schreiben konnte, so bezeichnete sie jeden Kirchenbesuch dadurch, daß sie einen Pfennig in ein Sparbüchslein steckte und solches in ihren Koffer verschloß. Da nun das Jahr um war und sie vermeinte, das Büchslein voller Pfennige zu finden, öffnete sie es und sah nur drei Pfennige darin liegen. Es waren die Sonntage, da sie zum heiligen Nachtmahl gewesen war und deshalb den Segen abgewartet hatte. An allen übrigen Sonn- und Festtagen war sie gleich nach der Predigt, also ohne den Segen, aus der Kirche gegangen.