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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Das Wappen der Herren von Löben
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 2. S. 113–114
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Erscheinungsort: Dresden
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Quelle: Google-USA* und Commons
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[113]
725) Das Wappen der Herren von Löben.
S. Gauhen, Adelslex. Bd. I. S. 924. Haupt Bd. II. S. 32.

Die Herren, Freiherren und Grafen von Löben führen in ihrem Wappen ein Schachbrett und eine Mohrin. Sie [114] erhielten dies Schild auf folgende Weise. Im Jahre 723 spielte Daniel Loß, ein deutscher Kriegsmann, der in den Kämpfen gegen die Ungläubigen gefangen worden war, mit einer afrikanischen Königin Schach um seinen Kopf, den er gegen eine große Summe Geldes eingesetzt hatte, und gewann. Die Königin machte ihn hierauf zu ihrem Feldherrn gegen den Sultan von Aegypten, den er besiegte und gefangen nahm, und weil er überall in ihrem Dienste unerschrocken sein Leben auf’s Spiel gesetzt hatte, legte sie ihm den Namen „Leben“ bei und genehmigte, daß er ihr Bild nebst einer Krone und einem Schachbrett in seinem Wappen führen durfte.

Eine andere Nachricht sagt: Zur Zeit des byzantinischen Königs Romanus Argyrus ums J. 733 ließ Daniel von Löben unter dem Könige Cambyses und seiner Gemahlin Pelusa in Afrika sich wider die Saracenen gebrauchen. Durch seine Tapferkeit stieg er bis zum Feldobersten, verrichtete viele rühmliche Thaten, wurde zum Ritter des löblichen uralten Ordens vom rothen und weißen Bande geschlagen und erhielt zum ewigen Zeichen und Gedächtniß eine Mohrenkönigin mit einem Halsgeschmeide und goldenen Armbändern in sein Wappenschild gesetzt.