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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Das Ritterloch bei Leipzig
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aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 374–375
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Quelle: Google-USA* und Commons
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[374]
431) Das Ritterloch bei Leipzig.
Mündlich. Novell. beh. v. Backhaus a. a. O. S. 37 sq.

Da wo sich die von Schleußig kommende Elster in zwei Arme theilt, von denen der eine nach Lindenau, der andere nach Leipzig zu strömt, befindet sich eine Stelle, welche von den Fischern das Ritterloch genannt wird. Es sollen nämlich zu Ende des 15. Jahrh. einmal zwei junge Edelleute, welche zu Leipzig studirten und ursprünglich durch die eifrigste [375] Freundschaftsbande verbunden waren, sich einer schönen Leipzigerin wegen, welche Beide liebten, veruneinigt haben. Sie beschlossen also um den Besitz derselben zu kämpfen und trafen in dem daher angeblich so genannten Streitholze zwischen dem Schleußiger und Lindenauer Damme zusammen: hier von dazu kommenden Leuten gestört, begaben sie sich auf die seit jener Zeit so genannten Ritterspuren, zwei kleine Wiesen in der Gegend der heiligen Brücke, und drängten einander in blinder Wuth bis an das Ufer der Elster, wo aber der Boden unter ihnen wich und Beide an jener tiefen Stelle ihren Tod fanden. Das Volk nannte dieselbe seitdem das Ritterloch und behauptet, daß ihre Gestalten noch heute des Nachts als ruhelose Schatten dort umherirren.