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Titel: Christbaumschmuck
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aus: Die Gartenlaube, Heft 50, S. 860
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1888
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
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[860] Christbaumschmuck. Obwohl die Industrie in neuester Zeit auch für den Schmuck des Weihnachtsbaumes sorgt und den Markt mit dem schimmernden Tand überschüttet, bleibt doch in weitesten Kreisen das Bestreben erhalten, den Baum mit Werken eigener Hand zu schmücken. Die Vertreter und Vertreterinnen jener guten alten Sitte haben jetzt allerdings einen schwierigeren Stand, denn der fabrikmäßig hergestellte Schmuck zeichnet sich durch feine Arbeit und Mannigfaltigkeit aus. Es giebt aber ein Mittel, dem selbstgefertigten Behang des Baumes noch einen besonderen Werth zu verleihen, und dieses finden wir in einem kleinen Büchlein, das unter dem Titel „Der Schmuck unseres Weihnachtsbaumes“ von J. Bergmeister im Verlage der Leipziger Lehrmittelanstalt von Oskar Schneider erschienen ist. Wir erhalten in demselben eine Anleitung zur Anfertigung von hübschen Gegenständen aus Kartenpapier, welche sich nicht nur als Schmuck des Christbaumes, sondern auch zu kleinen sinnigen Geschenken eignen. Die Sterne dienen z. B. als Wickelsterne für Stickwolle oder Seide, ein Bauernhäuschen soll nach dem Christfest seinen Zweck als Schachtel zum Aufbewahren von Visitenkarten erfüllen, ein kleiner Ofen stellt eigentlich ein Feuerzeug mit Kerzchen dar; andere Modelle bieten uns Nadelkissen, Fingerhutbecher, Ringbehälter etc. Mit derartigem selbstgefertigten Schmuck kann sich die Familie unter einander beschenken und die kleinen Arbeiten tragen gewiß dazu bei, die Festesfreude zu erhöhen.

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