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Brief an Kurt Schwitters 23. September 1925 (Van Doesburg)

Textdaten
Autor: Theo van Doesburg
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Titel: Brief an Kurt Schwitters
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aus: K. Schippers: Holland Dada. Amsterdam: Querido 1974, S. 156
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Entstehungsdatum: 23. September 1925
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Quelle: Commons
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[156] [Typoscript]

Clamart 23/9, 25.


Liebster Kurtchen! Ich beeile mich deinen Brief, heute Morgen bekommen zu antworten. Bin mit deine Bedingungen, bezüglich der Buchhandlung (30% für den Buchhändler und 10% für die Einzahlung an dich) einverstanden.–

Weiter gilt dann was ich in meinem Brief in Punckt a. bis e. zusammengefasst habe.

Was nun die Kopiën von Briefe uns.w., anbelangt, wird es genügen, wenn du mir dreimonatlich, also gleich mit der Abrechnung, eine Notitz mit Data und Adresse angabe deiner Korrespondenz für Styl, schickst.

Du, teurer Kurt darf aber kein Misztrauen darin sehen, ich bin von deiner Ehrlichkeit, Puncktlichkeit und Liebe für der Sache zu sehr überzeugt, verlange das aber blosz um selbst eine überblick zu haben und für die gute Ordnung. Ich weiss aus Erfahrung wie leicht, gerade unter Freunde, Miszverständnisse entstehen können, wenn nicht alles organisiert ist, oder? Wir werden auf diese Weise am angenehmste zusammenarbeiten.

Morgen schicke ich die Hefte an dir ab.

Wie ich schon in meinem Brief von 15/9 geschrieben habe, laufen die 12 Hefte eines ‘Jahrgangs’ manchmal über einem Jahr. Das hat aber andere wie financiellen Gründe. Während meine zusammenarbeit mit Eesteren in Paris hätte ich mich Wenig mit Styl bemüht. Dann kam auch noch die Geschichte mit Dietsch u. Brückner dazwischen, durch die Umwertung der Mark, war ich, wollte ich kein Bankarott machen, gezwungen, in Paris nach einen Drücker um zu sehen. So würde das Erscheinen von das Doppelheft 6/7 bis auf fast einem Jahr verspätet. Die selbe Geschichte passierte noch einmal mit Heft 9 des Letzten Jahrgangs: ich war zum vierten Male gezwungen von Drückerei zu ändern. Mit diesen letzten Drücker, einen Russe in Quartier Latin, habe ich ein Contract für 12 Nümmern. Es hat aber lange gedauert bis er verstanden hat wie ich es gedrückt haben wollte. Das ist immer ein Qual und es dauert Monate bis man eine richtige Korrektur hat.

Es ist jetzt eine sehr schöne Doppelnummer, mit etwa 20 Abbildungen im Drück. Die erste Korrekturen habe ich schon gehabt. Ein Fabelhafte auswahl neuer Klischées! Ich will diese letzte 3 Hefte noch im diesem Jahr erscheinen lassen und dann die 7e Jahrgang mit Januar 1926 beginnen. Hoffentlich kann ich die nächste Serie dann innerhalb 12 Monate erscheinen lassen. Das Abonnenten-Anzahl hat, trotz die Verzögerung immer zugenommen. Wir haben jetzt abonnenten bis in Tokio.

Wie du an Heft 9 bemerkt hast, habe ich das ganze auf Kunstdruckpapier drücken lassen. Es ist dadurch leichter und ich komme mit die helfte Versandspese aus.

Nun noch einige Bemerkungen: Falls die Leute für 12 Nummern (also für den ganzen Jahrgang) bezahlt haben und die alte Nummern nicht mehr nach zu liefern sind, behalten Sie immer das Recht auf 12 Hefte.