Besuch beim Verurtheilten

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Titel: Besuch beim Verurtheilten
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 5, S. 83
Herausgeber: Adolf Kröner
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1887
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[72]
Die Gartenlaube (1887) b 072.jpg

Besuch beim Verurtheilten.
Nach dem Oelgemälde von F. Brütt.

[83] Besuch beim Verurthrilten. (Mit Illustration Seite 72 und 73.) Die Hände faltend, in tiefer Zerknirschung, sitzt der Unglückliche, über den das Urtheil gesprochen Ivorden, in: eiusamen Kerker. Sein ganzes Leben zieht an seiner Seele vorüber, ein Leben, glücklich und fleckenlos, bis zu der einen unseligen That, die ihn anf einmal in einen Abgrnnd des Elends stürzte. Tiefe Reue hat ihu erfaßt; die Einsicht in das Unabwendbare drückt ihn zu Boden. Da hat der alte Schließer die Thür zu feiner Zelle geöffnet: Weib und nind besuchen ihn in seiner Haft; er wendet ihnen keinen Blick zn. Mitleidsvoll unter Thränen steht die Gattin neben ihm; sie macht ihm keine Vorwürfe; sie beklagt nur ein Schicksal, das auch anf ihr selbst, anf ihrem Kinde lastet. Und dies Kind, dein es nnheimlich zu Muthe ist in den düstern Räumen, klammert sich aus Kleid der Mntter fest. Das Ganze ist ein Bild, wie es oft genng das Leben bietet. Die Gerechtigkeit muß deu Schuldigen verdammen; aber die Liebe bleibt ihm treu.