BLKÖ:Wrbna-Freudenthal, Wenzel

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 58 (1889), ab Seite: 182. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Wenzel von Würben in Wikidata
GND-Eintrag: 1013643119, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Wrbna-Freudenthal, Wenzel|58|182|}}

39. Wenzel, von der böhmischen Linie, lebte in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Ein Sohn Johanns aus dessen erster Ehe mit einer Herburg von Fullstein, ist er der eigentliche Mehrer der Größe und des Ansehens dieser Familie. Er war geheimer Rath Kaiser Ferdinands II., welcher ihm unter goldener Bulle vom 20. September 1628 (siehe darüber S. 184 „Die goldene Bulle des Hauses Wrbna“) die seit Jahrhunderten bekleidete, aber nicht immer geführte gräfliche Würde erneuerte. Graf Wenzel erwarb 1623 die dem Hans Skrbensky von Hrzistce confiscirte Herrschaft Fulnek, die beim Hause blieb, bis 1793 Graf Joseph [183] Wenzel sie an Paul Czerke von Badenfeld verkaufte. 1638 erhielt er das böhmische Incolat und durch Ferdinand III. ddo. St. Pölten 28. August 1645 die Bewilligung zur Errichtung eines Familien-Fideicommisses. Graf Wenzel war mit Elisabeth Regina Dembinsky von Dembin vermält, welche ihm die Güter Waltersdorf, Bochdalek und Herotitz zubrachte. Aus dieser Ehe stammt der einzige Sohn Graf Johann Franz, der erste Ritter des goldenen Vließes im Hause Wrbna. Auf einer Reise durch Italien wurde Graf Wenzel zu Venedig vom Tode überrascht. Er ruht zu Padua. Zum Gedächtniß an seine Erhebung in den Grafenstand ist folgende Medaille geprägt: Avers: Brustbild. Umschrift: WENCESLAUS COMES DE WRBNA. Revers: Wappen, Umschrift: ET FRAIDENTHAL S.uae C.aesareae M.ajestatis CON.siliarius ET INT.imus CUBICULARIUS. Sie ist in Silber, 111/16 Loth schwer, vorhanden. Eine Abbildung enthält Miltner’s „Beschreibung der böhmischen Privat-Münzen und Medaillen (Prag 1852) auf Tafel LXXVI, Nr. 650. –