BLKÖ:Trezzini, Angelo

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Trezza, Luigi
Band: 47 (1883), ab Seite: 188. (Quelle)
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Trezzini, Angelo (Maler, geb. in Mailand im Jahre 1827). Der Malerkunst sich widmend, wurde er ein Schüler Domenico Induno’s [Bd. X, S. 204]. Frühzeitig brachte er seine Bilder, anfangs meist in gewöhnlichem Genre, in die Brera zu Mailand. Im Jahre 1854 stellte er daselbst aus: „Liebende im Gespräche“, es waren Landleute in Schweizertracht, ganz in Manier und Farbe seines Meisters Induno gehalten; – im Jahre 1855: „Abreise der Braut vom Elternhause“; – im Jahre 1856: „Eine Bettlerfamilie“; – im Jahre 1857: „Das andächtige Mädchen“ und „Abbé Vivaldi stellt dem berühmten Sänger Girand den Lustspieldichter Goldoni vor“, worüber ein Kritiker zutreffend bemerkt, daß es gewiß im Leben Goldoni’s packendere Momente gebe, die für eine bildliche Darstellung geeignet gewesen, als diese nichtssagende Vorstellungsscene. Nach dem Bewegungsjahre ging Trezzini zum historischen Genre über, und malte er auch Scenen, wie sie die erregte Zeit theils forderte, theils brachte, so z. B. „Die Schlacht bei San Fermo und Garibaldi“, „Das Fest der Emigranten“ u. dgl. m. In den Bildern von Angelo Trezzini, dessen Name in italienischen Blättern manchmal irrig Tressini geschrieben wird, ist der Meister Induno nicht zu verkennen. Wenn auch der compositionelle Theil namentlich in seinen früheren Arbeiten Manches zu wünschen übrig läßt, so ist doch die Zeichnung sehr correct, die Farbe frisch und lebendig, was aber Alles nicht im Stande ist, uns die große Gedankenarmut vergessen zu machen, für welche jedes seiner Bilder ein farbiges Zeugniß ist.

Album esposizione di belle arti in Milano ed altre città (Milano, Giuseppe Canadelli e C., 4°.) Anno XVIII, p. 117. – Gemme d’arti italiane (Milano, Venezia e Verona, Ripamonti-Carpano, 4°.) anno XI (1858), p. 125. – Elena (Giuseppe). Guida critica all’esposizione delle belle arti in Brera per l’anno 1854 (Milano, Franc. Pagnoli, 12°.) p. 29, Nr. 154. – Ausstellungskataloge der Brera in Mailand, 1855, 1856 und 1857.