Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 42 (1880), ab Seite: 199. (Quelle)
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II. Einige besonders denkwürdige Sprossen des ungarischen Adels- und Grafengeschlechtes Szirmay de Szirma.

1. Andreas (geb. 1659, gest. im December 1723), ein Sohn des Zempliner Vicegespans Peter aus dessen Ehe mit Anna Keczer. Andreas, Protestant, bildete sich im Auslande, namentlich an der Hochschule zu Frankfurt an der Oder, wo er mit besonderem Eifer Rechtswissenschaft und Geschichte studirte. In seine Heimat zurückgelangt, gewann er bald das Vertrauen seines Comitates, das ihn dreimal zum Landtagsdeputirten wählte und ihn auch sonst in allen wichtigen Fragen, die das Land betrafen, mit Missionen ehrte. Als er im December 1723 vom Preßburger Landtage heimkehrte, überraschte ihn der Tod. Szirmay war mit Juliana Roth von Királyfalva vermält. Nagy in seinem Werke „Magyarország családai“, Bd. X, nennt Szirmay’s Gattin auf der Stammtafel S. 741 Julie Roth, dann auf der III. Stammtafel S. 742 Julianne Róth und im erläuternden Texte S. 746 wieder Juliane Róth. Aus dieser Ehe stammen sechs Söhne und eine Tochter Barbara, welche die Gattin des Zempliner und Beregher Obernotars Daniel Kazinczy und dadurch die Großmutter des berühmten Dichters Franz Kazinczy [Bd. XI, S. 97] wurde. Unser Andreas Szirmay dürfte wohl auch der Verfasser der „Accurata descriptio Citadellae Cassoviensis suo ductu auspiciis autem Emerici Tököly interceptae an. 1682“ sein, welche im ersten Bande der von Martin Georg Kovachich herausgegebenen Scriptores rerum hungaricarum minores hactenus inediti“ S. 306 u. f. abgedruckt ist. [Szirmay de Szirma, Antonius notitia historica Comitatus Zemplinensis etc. (Budae 1804) p. 221, 225, 254, 270, 311]. –