Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Supan, Joseph
Band: 40 (1880), ab Seite: 330. (Quelle)
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2. Auch sei noch des infulirten Abtes des Benedictinerstiftes St. Lambrecht in Steiermark Joachim Suppan in Kürze gedacht. Joachim (geb. 23. October 1794, gest. 1865) lehrte, bevor er zur Abtswürde gelangte, als Professor der Physik an der Universität Innsbruck. Am 12. Juni 1866 feierte er nicht, wie das „Kleine biographische Lexikon“ berichtet, sein 25jähriges, sondern sein 50jähriges Priesterjubiläum (denn er wurde am 25. Juli 1816 zum Priester geweiht). Als Abt wirkte er ungemein verdienstlich für das seiner Leitung anvertraute Stift. Er behob den materiellen Rückgang desselben durch eine geordnete Finanzgebarung. Er stellte die sehr verwahrlosten Baulichkeiten wieder her, schmückte die inneren und äußeren Räume der Prälatur in entsprechender Weise aus, restaurirte die alte Schloßcapelle, das alte Schloß, soweit diese Ruine es zuließ, gründete das neue Stiftsspital und Pfründnerhaus und gestaltete das frühere Spital zum Convicte für Studirende um. In entsprechender Weise hob er die Volksschule und handhabte mit weiser Umsicht die Klosterzucht. Ein umfassendes Bild seiner segensvollen Thätigkeit theilt die nachfolgende Quelle mit. [ Telegraph (Gratzer polit. Blatt) 1865, Nr. 148, im Feuilleton: „Ein Priesterleben“, S. 147. – Kleines biographisches Lexikon , enthaltend Lebensskizzen hervorragender, um die Kirche verdienter Männer (Salzburg 1861, Endl und Penker. 8°.) S. 134.]