BLKÖ:Pechmann von Massen, Eduard Ritter

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 21 (1870), ab Seite: 414. (Quelle)
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Pechmann von Massen, Eduard Ritter (k. k. Oberst, geb. zu Bellovar in der Warasdiner-Kreutzer Militärgrenze 9. Februar 1811). Erhielt in der Wiener-Neustädter Akademie seine militärische Ausbildung und trat im October 1830, als Unterlieutenant beim Infanterie-Regimente Marquis Lusignan Nr. 16 eingetheilt, aus derselben. Am 16. Mai 1839 wurde er Oberlieutenant im Infanterie-Regimente Nr. 17, wo er als Truppenofficier, Bataillons-, Inhabers- und Divisions-Adjutant und als Conscriptions-Depotcommandant in Verwendung war, im Februar 1840 aber in den Pensionsstand übertrat. Im October 1842 trat er wieder in den activen Dienst, und zwar als Oberlieutenant beim militär-geographischen Institute, wurde am 1. Mai 1848 Capitän, am 20. Juli 1851 wirklicher Hauptmann im Ingenieurcorps, in welchem er am 2. Februar 1855 zum Major, am 2. Juli 1859 zum Oberstlieutenant vorrückte. Während dieser Zeit stand P. bei den gaeodätischen und astronomischen Landesvermessungen in Verwendung, befand sich im Jahre 1854 im Hauptquartier Sr. kais. Hoheit des Erzherzogs Albrecht, ward dann zuerst provisorischer, später wirklicher Director des Triangulirungs- und Calculbureau’s, und Vermessungsreferent des Grundsteuerkatasters im Finanzministerium. Im März 1860 erhielt er den Obersttitel, wurde aber schon am 27. April 1861 wirklicher Oberst, in welcher Eigenschaft er Ende Februar 1866 in bleibenden Ruhestand übertrat. In Anerkennung seiner Verdienste wurde er von Sr. Majestät mit dem Orden der [415] eisernen Krone 3. Classe ausgezeichnet, auch erhielt er für die gelungene Verbindung der österreichischen trigonometrischen Vermessung mit jener von Rußland und Bayern den kais. russischen St. Annen-Orden 3. Classe und das Ritterkreuz des kön. Verdienst-Ordens der bayerischen Krone. P. ist Mitglied der k. k. geographischen Gesellschaft, die ihn zweimal zum Vice-Präsidenten und einmal zum Präsidenten gewählt hat, auch hat ihn die kais. geologische Reichsanstalt unter ihre Correspondenten aufgenommen. Im Drucke hat P. folgendes Werk herausgegeben: „Abweichung der Lothlinie bei astronomischen Beobachtungsstationen und ihre Berechnung als Erforderniss einer Gradmessung" (Wien 1863, Gerold, 4°., mit 4 K.) und Fortsetzung (ebd. 1863, 4°., mit 5 K.). Im Jahre 1866 erfolgte den Ordensstatuten gemäß P.’s Erhebung in den Ritterstand mit Verleihung des Prädicates von Massen.

Ritterstands-Diplom ddo. 15. Mai 186;6. – Wappen. In Blau zwei schrägrechts gezogene silberne Balken mit einem natürlichen Erdglobus auf seinem Gestell im Herzen, welcher mit zwei verschränkten Schwertern an goldenen Griffen unterlegt ist. Auf dem Schilde ruhen zwei gekrönte Turnierhelme, die Krone des rechten trägt einen offenen, rechts von Blau und Silber, links abgewechselt quer abgetheilten Adlerflug, dem ein Schwert mit goldenem Griffe pfahlweise eingestellt ist; aus der Krone des linken Helms wallen drei Straußenfedern, eine silberne zwischen blauen, empor. Die Helmdecken sind zu beiden Seiten blau, mit Silber belegt.