BLKÖ:Paumgartten, Franz Xaver Freiherr

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 21 (1870), ab Seite: 376. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Franz Xaver von Paumgartten in der Wikipedia
Franz Xaver von Paumgartten in Wikidata
GND-Eintrag: 139702245, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Paumgartten, Franz Xaver Freiherr|21|376|}}

Schließlich

3. ist noch |dessen gleichnamiger Neffe, des Maria Theresien-Ordensritters Johann Baptist Sohn, Franz Xaver Freiherr von P., anzuführen. Im Jahre 1811 geboren, diente er auch in der kaiserlichen Armee, war Hauptmann im Infanterie-Regimente Nr. 11, in welchem er im Jahre 1846 zum Major, 1848 zum Oberstlieutenant befördert wurde. Im Jahre 1849 wurde er Oberst und Commandant des Infanterie-Regiments Nr. 56, am 27. December 1850 General-Major und Brigadier beim 11. Armeecorps, am 25. Juli 1851 kam er nach Mainz als Vicegouverneur der Bundesfestung, in dieser Stellung wurde er am 5. Jänner 1859 zum Feldmarschall-Lieutenant befördert und im folgenden Jahre erhielt er die Inhaberstelle des in diesem Jahre aus den Regimentern 43 und 49 gebildeten neuen Regiments Nr. 76. In Mainz hatte P. während eines 15jährigen Aufenthaltes durch seine stets bewiesene Gerechtigkeit und Berücksichtigung der Interessen der Stadt und ihrer Bewohner neben den beengenden Vorschriften des Festungsreglements solche Anerkennung erworben, daß ihm der dortige Gemeinderath mittelst einstimmigen Beschlusses im Jahre 1864 das Ehrenbürgerrecht der Stadt verlieh, eine Auszeichnung, welche seit Thorwaldsen, dem Schöpfer des Gutenberg-Denkmals, Niemand verliehen worden. Später wurde P. Statthalter und commandirender General in Galizien und in der Bukowina mit dem Sitze zu Lemberg, wo er sich auch in einer kritischen Periode – die Insurrection im benachbarten Polen war im vollen Gange – durch seinen Tact die Sympathien der Bevölkerung erwarb. Heilung für ein mehrjähriges Brustübel suchend, begab er sich im Jahre 1866 nach Vevay in der Schweiz, wo er auch am 19. November starb. Er war mit Franziska Freiin Lexa von Aehrenthal verheirathet, und seine Leiche wurde in der Baron Aehrenthal’schen Familiengruft zu Doxan bei Leitmeritz beigesetzt. [Augsburger Allgemeine Zeitung 1867, Beil. zwischen Nr. 6–12: „Zur Erinnerung an Feldmarschall-Lieutenant v. Paumgartten“.] –