Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Mauksch, Tobias
Band: 17 (1867), ab Seite: 136. (Quelle)
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Maul, Christoph (Humanist, geb. in Steiermark). Zeitgenoß. Nachdem er in Gratz die theologischen Studien beendet, trat er in die Seelsorge und wirkte, wie die unten bezeichnete Quelle, leider sehr lückenhaft, berichtet, „durch ein halbes Jahrhundert als Seelenhirt der Gemeinde Radkersburg in Steiermark, als Kreisdechant, als Gründer und Verwalter des Krankenhauses, als Mitglied und Filial-Ausschuß der steiermärkischen Landwirthschafts-Gesellschaft und des historischen Vereins, als Stifter und Director der Hauptschule in Radkersburg“. Streng katholisch und religiös, gehörte er der alten Schule an und galt als „Josephiner“. Die Frage, warum ein so verdienstvoller Mann nicht ausgezeichnet worden war, beantwortet sein Biograph mit der Ansicht jenes römischen Helden, der sich die Errichtung von Ehrensäulen verbat, „weil es rühmlicher sei, wenn die Nachwelt fragt: „warum wurden ihm keine gesetzt?“ als wenn solche stehen und man erst fragen muß: warum wurden solche etwa dem gesetzt“.

Lebensbilder aus der Vergangenheit. Als Beitrag zu einem Ehrenspiegel der Steiermark, besonders der Stadt Marburg (Gratz 1863, Friedr. Leyrer, 8°.) S. 26: „Christoph Maul, Dechant“.