BLKÖ:Lodigiani, Scipio

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Lodij, Peter
Band: 15 (1866), ab Seite: 366. (Quelle)
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Lodigiani, Scipio (Historienmaler, Lombarde von Geburt). Zeitgenoß. Ein junger Künstler von tüchtiger Begabung, der an der Akademie der bildenden Künste zu Mailand seine Ausbildung erhielt. Die Zeit seines Unterrichts und seines ersten vielversprechenden Auftretens in der Oeffentlichkeit fällt noch ganz in die Periode der österreichischen Regierung, daher ihm in diesem Werke eine verdiente Stelle eingeräumt wird. Schon seit dem Jahre 1852 stellt der Künstler aus. Von seinen Arbeiten sind bekannt aus der Mailänder Ausstellung im Jahre 1852: „Maria Tudor’s letzte Augenblicke“; – „Ein Mädchen in Ohnmacht stürzend, als sie ihren Geliebten erblickt, der eine andere zum Altare führt“; – [367] 1853: „Das Gastmahl Belsazar’s“; – 1855: „Ahasver überrascht Haman zu den Füssen der Esther“; – 1856: „Huldigung, welche Michael Angelo der Vittoria Colonna darbringt“; – 1857: „BLKÖ:Thurn-Taxis, Roger#Torquato Tasso wird ergriffen, um auf Befehl des Herzogs in’s Gefängniss gebracht zu werden“; – 1858: „Galilei vor dem Inquisitionsgericht, um vor diesem gezwungen seinen Ausspruch über die Bewegung der Erde zu widerrufen“. Lodigiani’s Bilder, obwohl sie in der Regel historische Stoffe behandeln, sind meist klein, aber mit so viel Sorgfalt in Farbe, Zeichnung, Gruppirung und Charakteristik der einzelnen Figuren behandelt, daß man darüber die bei Historien sonst nicht gewöhnliche Kleinheit leicht vergißt.

Esposizione delle opere di belle arti per l’anno 1855 (Milano, Giac. Pirola, kl. 8°.) p. 27, No. 175; – dell’anno 1856, p. 11, No. 26; – dell’anno 1857, p. 13, No. 41. – L’Alba (ein in Brescia herausgegebenes politisches Journal) 1858, Nr. 29 [nennt ihn irrig Serpione statt Scipione]. – Gemme d’arti italiane (Milano, Venezia, Verona, Ripamonti-Carcano, 4°.) Anno VI (1853), p. 108, und im angehängten Indice, No. 50; anno X (1857), p. 101. – Album. Esposizione di belle arti in Milano ed altre città d’ Italia (Milano, Canadelli, 4°.) Anno XIV (1852), p. 157 e 159.