BLKÖ:Laube, Anton

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Laube, Heinrich
Band: 14 (1865), ab Seite: 192. (Quelle)
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Laube, Anton (Tonsetzer, geb. zu Brüx in Böhmen 10. November 1710, gest. zu Prag 24. Februar 1784). Kam in jungen Jahren nach Prag, wo er Sängerknabe wurde und sich gute Kenntnisse in der Tonkunst zu eigen machte. Er wurde später Chorregens an der Karmeliter-Pfarrkirche zu St. Gallus in der Prager Altstadt, welche Stelle er durch viele Jahre versah. Nach dem Tode des berühmten Capellmeisters der Metropolitankirche Franz Brixi, wurde L. auf diesen Posten berufen, den er dreizehn [193] Jahre lang, von 1771 bis 1784, bekleidete. L. hat viele Kirchensachen, Messen, Arien, Motetten u. dgl. m. componirt, die jedoch alle Handschrift geblieben sind. Auch wird ihm das Singspiel „Das Orakel“ zugeschrieben, jedoch ist diese Angabe nicht verbürgt.

Gerber (Ernst Ludwig), Neues historisch-biographisches Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1813, A. Kühnel, gr. 8°.) Bd. III, Sp. 191. – Gaßner (F. S. Dr.), Universal-Lexikon der Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande (Stuttgart 1849, Frz. Köhler, Lex. 8°.) S. 530. – Neues Universal-Lexikon der Tonkunst. Angefangen von Dr. Julius Schladebach, fortges. von Eduard Bernsdorf (Dresden, R. Schäfer, gr. 8°.) Bd. II, S. 726. – Dlabacz (Gottfried Johann), Allgemeines historisches Künstler-Lexikon für Böhmen und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 1815, Haase, 4°.) Bd. II, Sp. 182. – Slovník naučný. Redaktor Dr. Frant. Lad. Rieger, d. i. Conversations-Lexikon. Redigirt von Dr. Franz Ladislaus Rieger (Prag 1859, I. L. Kober, Lex. 8°.) Bd. IV, S. 1180.