Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Krumpolc (Maler)
Band: 13 (1865), ab Seite: 280. (Quelle)
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Krumpigel, Karl (Maler, geb. zu Prag im Jahre 1805, gest. zu München 1832). Dem Wunsche seiner Eltern gemäß sollte er sich dem Handelsstande widmen; er besuchte auch zu diesem Zwecke die polytechnische Schule in Prag; aber bei seiner besonderen Vorliebe für die Kunst beschäftigte er sich in seinen Mußestunden ohne Anleitung mit der Malerei, indem er nach verschiedenen Meistern arbeitete. Die Bekanntschaft mit dem Landschaftsmaler Piepenhagen, der eben damals für einige Zeit in Prag sich aufhielt, wurde jedoch für K.’s Standeswahl entscheidend. Nach Beendigung seiner Studien machte er mit Piepenhagen eine Reise nach Salzburg. Auf derselben reifte sein Entschluß, sich der Kunst zu widmen; auch gelang es ihm, die Einwilligung der Eltern zu erlangen. Er begann nun [281] 1826 unter Piepenhagen’s Leitung seine Kunststudien und zwar entschied er sich für die Landschaftsmalerei. In den besten Gallerien Prags machte er mit Erfolg seine Studien, 1831 aber begab er sich nach München, um dort seine künstlerische Ausbildung zu vollenden. Eben daran, sein hervorragendes Talent zur Geltung zu bringen, überraschte ihn der Tod in der Vollkraft seines Lebens, im Alter von erst 27 Jahren. Seine Bilder, fleißige Studien nach der Natur, beurkunden eine reiche, zuweilen düstere Phantasie. Er liebte es, Waldpartien mit Wasserfällen darzustellen. Ein Gemälde, das Innere einer Gruft darstellend, gibt auch eine gelungene Probe seines Talentes für Architekturzeichnung.

Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München 1838, Fleischmann, 8°.) Bd. VII, S. 190. – Die Künstler aller Zeiten und Völker. Begonnen von Prof. Fr. Müller, fortgesetzt von Dr. Karl Klunzinger (Stuttgart 1837, Ebner u. Seubert, gr. 8°.) Bd. II, S. 530 [mit Angabe seines Monogramms]. – Meyer (J.), Das große Conversations-Lexikon für die gebildeten Stände (Hildburghausen, Bibliogr. Institut, gr. 8°.) Bd. XIX, Abtheilung 1, S. 306.