BLKÖ:Krepper, Johann

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Krepp, Friedrich
Band: 13 (1865), ab Seite: 199. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: 1017989850, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Krepper, Johann|13|199|}}

Krepper, Johann (Schulmann und Chorregent, geb. zu Heurafl in Böhmen 7. März 1799, gest. zu Gmunden in Oberösterreich 24. December 1861). Seine Eltern waren arme Webersleute zu Heurafl, einem kleinen, unweit dem Cistercienserstifte Hohenfurth gelegenen Filialpfarrdorfe. Seine musikalischen Anlagen verhalfen ihm bald zu einer Stelle als Sängerknabe im Stifte Hohenfurth. Dann bereitete er sich für das Lehramt in der Volksschule vor und hörte den Präparanden-Curs in Linz. Mit 17 Jahren war er Lehrergehilfe in Grammastetten, 1817 in Seewalchen und wurde 1820 in Folge seiner Geschicklichkeit Gehilfe an der Stadt-Musterschule in Gmunden. Seine trefflichen musikalischen Kenntnisse machten es ihm möglich, im Jahre 1828 provisorisch die Stelle des Chorregenten an der Gmundner Stadtpfarrkirche zu übernehmen, welche er Ende 1831 definitiv erhielt. Auf diesem Posten wirkte er bis an sein Lebensende mit anerkannter Tüchtigkeit. So erhielt Gmunden durch ihn eine gute Kirchenmusik; selbst bis in das vorgerückte Alter ein trefflicher Tenorsänger, hob er das Gesangsleben dieses freundlichen Städtchens und wurde Chormeister der dortigen Liedertafel. Aber auch die Instrumental-Musik entging seiner Aufmerksamkeit nicht und, sie von den Ausschreitungen der Gegenwart bewahrend, förderte er ihre Wirksamkeit und ihre Bedeutung als tüchtiger Musikkenner. Ob K. auch als Tonsetzer thätig gewesen – wozu sich ihm bei dem regen Leben in Gmunden während der Sommerzeit, und bei dem traulichen Stillleben in den Wintermonaten genug Gelegenheit bot – ist nicht bekannt.

Gmundner Wochenblatt (4°.) XII. Jahrgang (1862), Nr. 2: Nekrolog. – Fremden-Blatt (Wien, 4°.) 1861, Nr. 357.