BLKÖ:Keller, Constantin

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Keletseni
Nächster>>>
Keller, Anton
Band: 11 (1864), ab Seite: 139. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Constantin Keller in Wikidata
GND-Eintrag: 101329517X, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Keller, Constantin|11|139|}}

Keller, Constantin (Benedictiner und Pomolog, geb. zu Gratz 18. April 1778). Nach beendeten theologischen Studien versah K., der früher bereits in das Benedictinerstift zu Admont eingetreten war, das Lehramt und war von 1802–1810 Gymnasiallehrer, Hauptschuldirector, Professor der Katechetik und Pädagogik zu Admont, trat dann in die Seelsorge über und war von 1810–1824 Pfarrer in Mautern und seit 1824 dasselbe in Gröbming. Neben dem geistlichen Berufe widmete er seine Muße vornehmlich der Landescultur, versah seit der Gründung der steiermärkischen Landwirthschafts-Gesellschaft von 1819–1824 in der Filiale zu Trofaiach, von 1824 an zu Gröbming das Amt eines Filialvorstehers der Gesellschaft und war als solcher besonders bemüht, die Obstbaumzucht zu heben. Um dieselbe erwarb er sich auch nicht geringe Verdienste, welche von der Landwirthschafts-Gesellschaft zu Wien und Linz und von den pomologischen Vereinen zu Altenburg und Frauendorf durch Aufnahme Keller’s unter ihre Mitglieder anerkannt wurde. Die steiermärkische Landwirthschafts-Gesellschaft zeichnete aber den tüchtigen Pomologen auch durch die große Anerkennungsmedaille aus, und erkannte ihm die silberne Preismedaille für Obstbaumzucht zu, anläßlich seiner Vorträge bei der 10. allgemeinen Versammlung der deutschen Land- und Forstwirthe, und wegen seiner genauen und instructiven Zusammenstellung aller in Deutschland vorkommenden Kernobstgattungen mit Angabe ihrer Reifezeit, Haltbarkeit und charakteristischen Unterscheidungszeichen. Auch als Künstler hat sich K. bewährt und naturgetreue Wachsmodelle der heimischen Obstgattungen ausgeführt, wovon eine Suite zu den Zierden des Joanneums gehört. Seine Verdienste belohnte Se. Majestät durch Verleihung des goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone, welches am 16. Februar 1862 dem 84jährigen Greise in feierlicher Weise übergeben wurde.

Tagespost (Gratzer politisches Blatt), Jahrgang 1862, Nr. 46. – Gratzer Zeitung 1862, Beilage Nr. 32. Coursblatt, – Zeitgenossen. Almanach für das Jahr 1863 (Gratz 1863, kl. 8°.) S. 182 [nicht daß etwa diese Arbeit und mehrere ähnliche, in welchen auch das „Biographische Lexikon“ in ganz unbefugter Weise benützt, richtiger geplündert wird, als Quellen des Lexikons betrachtet würden. Wenn sie im Quellenapparate des Lexikons angeführt erscheinen, so geschieht es, weil es die literarische Gewissenhaftigkeit verbietet, ein Werk zu verschweigen, dessen unfreiwilliger Mitarbeiter der Herausgeber dieses biographischen Lexikons wurde]. –