Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Kállay, Elisabeth
Band: 10 (1863), ab Seite: 396. (Quelle)
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Ein Eugen Kállay, stammt aus einer alten, weitverzweigten und in der ungarischen Geschichte öfter genannten Adelsfamilie. Schon im Landtage des Jahres 1843 und 1844 war er Mitglied der ungarischen Ständetafel, und zwar zweiter Abgeordneter des Csanader Comitates. Der geistvolle Verfasser der „Neuen Croquis aus Ungarn“ schreibt über ihn: E. K. ist ein „Freund der Freiheit und Ordnung, die er mit vielem Talente zu verfechten versteht. Er und Perczel bilden allein die äußerste Linke bei der ungarischen Ständetafel. Die Opposition ärgert sich, daß es liberale Menschen gibt, die an die Dogmen und die Unfehlbarkeit der Comitate und der gegenwärtigen Opposition nicht glauben wollen ...“ Auch auf dem 61ger Landtage war Kállay Mitglied des Abgeordnetenhauses, und zwar im Wahlbezirke Nádudvar des Czabolcser Comitates gewählt, ohne jedoch besonders bemerkbar hervorgetreten zu sein, es wäre denn, daß er in der denkwürdigen Adreßdebatte [vergleiche darüber die Biographie von Paul Jámbor, S. 60 d. Bds.] mit der Beschlußpartei stimmte, und als politischer Arzt den Ausspruch that, „daß Oesterreich der Altersschwäche entgegengehe, die man schwer verhindern könne und zu verhindern gar nicht die Absicht habe!“ Ein Trost bleibt Oesterreich noch immer. Herr Eugen Kallay meinte nur: daß man dieses Uebel schwer verhindern könne. Also die Möglichkeit es zu verhindern, bleibt dem Kaiserstaate noch. Vor der Hand ist aber das Uebel noch nicht da. [Der ungarische Reichstag 1861 (Pesth 1861, Carl Osterlamm, 8°.) Bd. I, S. 351.] –