BLKÖ:Cordova Graf von Alagon, Kaspar Fernando

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Vorrede (Band 3)
Band: 2 (1857), ab Seite: 444. (Quelle)
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Cordova Graf von Alagon, Kaspar Fernando (k. k. Feldmarschall, Ritter des goldenen Vließes, geb. in Aragonien im Jahre 1674, gest. 1756). Entstammt einer vornehmen und alten spanischen Familie. Sein Vater Emanuel Fernando war k. spanischer General und hatte sich durch Heldenmuth und Treue für Karl III., nachherigem römischen Kaiser, im spanischen Erbfolgekriege ausgezeichnet. Er starb zu Wien 1722. – Der Sohn Kaspar Fernando trat auch in kais. Dienste und erprobte seinen Muth und seine Talente in den span. Successionskriegen, dann 1716 und 1717 gegen die Türken. Um jene Zeit war er im Kürassier-Regimente seines Vaters Oberst; als er später (1726) Feldmarschall-Lieutenant geworden, erhielt er nach seines Vaters Tode selbst dieses Regiment. Nach dem Tode des Herzogs von Aremberg ernannte ihn Kaiser Karl VI. im Jahre 1738 zum Hauptmanne der k. Trabanten-Leibgarde und zum General der Cavallerie. Maria Theresia aber erhob ihn 1741 zum Feldmarschall und Ritter des goldenen Vließes, zum geh. Rath und Präsidenten des hofkriegsräthlichen Justizcollegiums und zum Obersten der Schweizer Garde. Als im Jahre 1749 die Verordnung erging, das Schuldenwesen der Regimenter zu untersuchen und Vorschläge zur Tilgung der Schulden einzusenden, war Cordova Präses der zu diesem Zwecke besonders ernannten Hofcommission. Er starb im Greisenalter von 82 Jahren.

Oestr. Militär-Konversations-Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1851) I. Bd. S. 771.
Ende des zweiten Bandes.