Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Brezanóczy, Adam
Band: 2 (1857), ab Seite: 144. (Quelle)
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Bricito, Zacaria (Bischof von Udine, geb. zu Bassano 1802, gest. im Febr. 1851). Bildete sich im Seminar zu Vicenza aus, 1825 erhielt er die h. Weihen; blieb bis 1830 im Seminar, welches er dann verließ, um sich dem Predigeramte zuzuwenden. Als Kanzelredner hatte er bald einen glänzenden Ruf sich erworben, doch seine schwache Gesundheit hinderte ihn, seinen Beruf fortzusetzen; er bewarb sich um eine Pfarre, und erhielt auch die von Rosá bei Bassano. Im J. 1834 übernahm er das Pfarramt in Bassano selbst und bekleidete es durch zwölf Jahre. Im Jahre 1846 wurde er von Sr. Majestät dem Kaiser Ferdinand I. auf den bischöflichen Stuhl nach Udine berufen. B. schwankte, ob er diese Wahl annehmen sollte, endlich entschloß er sich auf Zureden von mehreren Seiten und nahm 1847 von seiner Gemeinde Abschied. In seiner neuen Würde war er mit Umsicht und Eifer thätig, aber seine stets schwächliche Gesundheit war so schwerem Amte nicht gewachsen und schon in vier Jahren ereilte ihn der Tod. B. war ein gewandter und feiner Redner. Sterbend ordnete er an, daß seine Kanzelvorträge, die sich im Manuscripte befinden, nie durch den Druck veröffentlicht werden dürfen. In dieses Verbot nicht eingeschlossen sind die von Guis. Jac. Ferrazzi gesammelten Schriften B.’s, welche in Bassano bei Vendrame in einem Bande erschienen sind, und denen voran der Herausgeber Ferrazzi das Elogio Bricito’s geschickt hat. B. hat in den wenigen Jahren seiner Wirksamkeit in Udine ein so schönes Andenken hinterlassen, daß man dasselbe durch Errichtung eines Monumentes der Zukunft zu erhalten beschlossen hat. Im J. 1852 unterschrieb der Bildhauer Minisini einen Vertrag, zufolge welchem er das ihm in Arbeit übertragene Monument des hohen Kirchenfürsten zu vollenden sich anheischig machte. Damals waren bereits 11,000 Lire austr. [145] dafür subscribirt. Sein Briefwechsel, wovon die unten angegebenen von Ferrazzi veröffentlichten „IX. lettere“ eine Probe liefern, gibt ein getreues Bild seiner Sanftmuth, Gemüthsruhe, großen Bescheidenheit – ja Heiligkeit seiner Seele.

Ritratti e Biografie degli uomini illustri Bassanesi (Bassano 1853, presso la Ditta Domenico Righetti, 4°.) Bl. Nr. 24. – L’Alchimista Friulano (Udine 1852, kl. 4°.) III. Anno, Nr. 18: „Un libro e un monumento, memorie di Zaccaria Bricito“ von Giussani. – IX Lettere inedite di Monsignor Zaccaria Bricito Bassanese già Arcivescovo di Udine (Bassano 1853, Baseggio, 8°.) [sechs Briefe sind an Gius. de Fabris, einer an Barbieri, einer an Albiero und einer an Pasquale della Stua, alle aus der Zeit 1845 bis October 1848]. – Porträt. Unterschrift: Mr. Zaccaria Bricito. Pompeo Cibin dis. D. Conte inc. A. Costa diresse (Bassano 1853, Baseggio).