BLKÖ:Boros de Rákos, Adam

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 2 (1857), ab Seite: 74. (Quelle)
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Boros de Rákos, Adam (k. k. Feldmarschall-Lieutenant, Ritter des Mar. Theresienordens, geb. zu Czestany im Eisenburger Comitate 1739, gest. zu Steinamanger 1809). Im J. 1758 trat er als Expropriis-Gemeiner in das Inf.-Reg. Erzherz. Ferdinand Nr. 2, avancirte 1759 zum Fähnrich u. 1760 zum Unterlieut. Er zeichnete sich schon damals durch seine Tapferkeit aus. Nach dem Hubertsburger Frieden ward er (1763) zur ungar. Garde übersetzt, 1770 Rittmeister bei Löwenstein-Chevauxlegers und 1778 Major bei Toscana-Dragonern. Im letzten preußischen Kriege war er im Corps d’Altons, in welchem er 1779 zum Oberstlieut. avancirte. 1785 that er sich in den Niederlanden als Oberst hervor; ebenso im Türkenkriege (1788), wo er Mehadia nach harten Kämpfen besetzte. 1790 zum General-Major befördert, befehligte er im französ. Kriege [75] die Avantgarde der Clerfayt’schen Armee und trat durch seine Umsicht und Tapferkeit der feindlichen Armee überall hindernd entgegen. Als am 29. October Clerfayt die Franzosen bei Mainz schlug, führte auch Boros seinerseits so glückliche Operationen gegen zwei französ. Bataillons aus, daß er dieselben gefangen nahm. Er erhielt den Theresienorden und avancirte 1796 zum Feldmarschall-Lieutenant. Seiner Wunden wegen mußte er in den Ruhestand treten und starb, 70 Jahre alt, in Steinamanger.

Oestr. Militär-Konversations-Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1851) I. Bd. S. 472.