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Ausgezeichnete Belohnung einer Krankenwärterin in dem fürstl. Krankenhause zu Bamberg

Textdaten
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Autor: Anonym
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Titel: Ausgezeichnete Belohnung einer Krankenwärterin in dem fürstl[ichen] Krankenhause zu Bamberg
Untertitel:
aus: Journal von und für Franken, Band 2, S. 443-444
Herausgeber: Johann Caspar Bundschuh, Johann Christian Siebenkees
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1791
Verlag: Raw
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Erscheinungsort: Nürnberg
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Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: UB Bielefeld, Commons
Kurzbeschreibung:
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Ausgezeichnete Belohnung einer Krankenwärterin in dem fürstl. Krankenhause zu Bamberg.pdf
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VII.
Ausgezeichnete Belohnung einer Krankenwärterin in dem fürstl. Krankenhause zu Bamberg.[1]
Bey der letzten Sitzung der hochfürstlichen Krankenhausescommission, erhielte Margaretha Entresin, wegen ihren besonderen Fleiß und Eifer in dem Krankenwarterdienste, aus den Händen Se. Excellenz des Herrn Obermarschalls und Spitalpräsidenten Freyherrn von Staufenberg, ein großes silbernes Gepräge, wo auf der einen Seite das Bildniß Sr. Hochfürstlichen Gnaden, unseres gnädigsten Fürsten, auf der andern Seite aber die Worte Merces Laborum (der Lohn für die Arbeit)[2] stehen. Die Gelegenheit, bey welcher obenbenannte Krankenwärterin dieser ausgezeichneten Gnade sich besonders würdig gemacht, war, als sie bey der kranken Dienstenmagd Barbara Kramin, welche den 5ten Jänner fast sterbend, an einem vernachlässigten Faulfieber mit Petechien, Frießel, und Schwämmchen im Munde und Halse, ins Krankenhaus gebracht wurde, eilf Tage ohne Unterlaß,| Tag und Nacht alle viertel Stunde derselben abwechselnde Arzneyen und Getränke so zu sagen eingeschüttet hat, – und um dieses zu bewirken, der Kranken den Schleim aus dem Munde nehmen mußte, um den einzugebenden Arzneyen und Getränken freyen Durchgang zu verschaffen. Die ganzen eilf Tage, wo die Kranke sich in diesem traurigen Zustande befand, verließ die Krankenwärterin diese Kranke fast keinen Augenblick, ausser, daß sie sich des Tages über von einer andern Wärterinn ablösen ließ, um zwey ober höchstens drey Stunden auszuruhen. Als Se. Hochfürstlichen Gnaden erfuhren, daß jene äusserst gefährliche Kranke durch den unermüdeten Fleiß dieser Krankenwärterinn gerettet worden; befahlen Höchst dieselbe, als ein Zeichen Dero höchsten Zufriedenheit, und zur Aufmunterung der übrigen Krankenwärterinnen, zu einem gleichen Fleiß und Eifer, obenerwähntes schönes Silbergepräg, der verdienten Margaretha Entresinn, in Dero Namen gnädigst zuzustellen.
Bamberg den 29ten Jänner 1791.

  1. Aus dem Bamberg. Intell. Blatt 1791. N. 9.
  2. Sollte nicht auf solchen Medaillen eine Teutsche Inschrift zweckmäßiger seyn? d. H.