Als ob es sein müsst’

Textdaten
<<< >>>
Autor: Armin Werherr
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Als ob es sein müsst’
Untertitel:
aus: Die zehnte Muse. Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl. S. 86
Herausgeber: Maximilian Bern
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1904
Verlag: Otto Eisner
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Commons = Google-USA*
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
Die zehnte Muse (Maximilian Bern).djvu
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[86]

Als ob es sein müsst’.

Die Blumen waren im Lenz erwacht
Und standen wie Bräute in höchster Pracht,
Die Bienen haben sie abgeküsst,
Sie hielten fein still, als ob es sein müsst’.

5
Ein Vöglein sass einsam auf dem Ast,

Da kam geflogen in wilder Hast
Ein andres Vöglein und hat es geküsst,
Es hielt fein still, als ob es sein müsst’.

Die Schäf’rin schritt durch Wiesen und Wald,

10
Ein Jägersmann folgte der Holden bald

Und hat sie umfasst, und hat sie geküsst,
Sie hielt fein still, als ob es sein müsst’.

Da dachte ich mir: das muss wohl so sein,
Ein Narr ist, der da wandert allein,

15
Und habe mein Liebchen geherzt und geküsst,

Auch das hielt fein still, als ob es sein müsst’.

Armin Werherr.

<references / group="WS">