ADB:Weiß von Limpurg, Konrad

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Weiß von Limpurg, Konrad“ von Rudolf Jung in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 41 (1896), S. 584–585, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Wei%C3%9F_von_Limpurg,_Konrad&oldid=- (Version vom 17. September 2021, 18:58 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Weiß, Sylvius
Nächster>>>
Weißbach, Hermann
Band 41 (1896), S. 584–585 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Konrad Weiß von Limpurg in der Wikipedia
GND-Nummer 139098410
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|41|584|585|Weiß von Limpurg, Konrad|Rudolf Jung|ADB:Weiß von Limpurg, Konrad}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=139098410}}    

Weiß: Konrad W. von Limpurg wurde 1536 in Frankfurt a. M. als Sohn des Georg W. v. L. und der Margarethe vom Rhein geboren, die beide alten und vornehmen Patriciergeschlechtern der Reichsstadt angehörten. Als „poeta et vir doctus“, wie ihn einer seiner Standesgenossen bezeichnete, ragte er unter diesen Herren hervor, die sich meist mit der Beherrschung ihrer Vaterstadt, aber wenig mit Kunst und Wissenschaft abgaben. Er wird wol seine Jugendbildung noch unter Micyll an der Lateinschule, dem späteren Gymnasium seiner Vaterstadt, empfangen haben; von seinen Studien wissen wir nur, daß er sich 1558 bei Beza in Lausanne aufhielt. 1560 trat er in das Frankfurter Bürgerrecht ein, ohne sich an der städtischen Verwaltung zu betheiligen. Zu den von Feyerabend 1560 verlegten, von Virgil Solis gezeichneten biblischen Geschichten lieferte er die lateinischen Tetrastichen. Aegydius Periander, ein niederländischer Flüchtling, fand in Weiß’ Haus gastfreundliche Aufnahme und widmete ihm 1567 seine bei Feyerabend erschienene Germania, eine Sammlung von Lobgedichten auf die berühmtesten Gelehrten der damaligen Zeit in lateinischer Sprache. Weiß’ Haus war ein Sammelplatz der Frankfurter Gelehrten und späten Humanisten; er war ein Mitglied des Kreises, dessen Mittelpunkt der greise Jurist Johann Fichard bildete. W. starb schon 1575.

[585] Vgl. J. K. v. Fichard’s handschriftliche Geschlechtergeschichte im Stadtarchiv Frankfurt a. M. Fasz. Weiß v. L.