ADB:Volz, Robert Wilhelm

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Artikel „Volz, Robert Wilhelm“ von Julius Pagel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 40 (1896), S. 285, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Volz,_Robert_Wilhelm&oldid=- (Version vom 4. Dezember 2020, 13:12 Uhr UTC)
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Volz: Robert Wilhelm V., Arzt zu Karlsruhe in Baden, daselbst am 3. April 1806 geboren und am 22. Januar 1882 verstorben, machte seine medicinischen Studien seit 1824 in Göttingen und Heidelberg, erlangte an letztgenannter Universität 1828 die medicinische Doctorwürde, machte größere wissenschaftliche Reisen mit längerem Aufenthalt in Paris und Wien, ließ sich darauf 1831 in Karlsruhe nieder, siedelte 1836 nach Pforzheim über, wo er 1840 die Stellung eines Assistenzarztes am dortigen Bezirksamt bekleidete, bis er 1843 in gleicher Eigenschaft nach seiner Vaterstadt zurückberufen wurde. Hier wurde er 1845 Physicus und successive Medicinal-Referent (1847), zuerst bei der Regierung des Mittelrheinkreises, dann beim Ministerium des Innern, 1864 Obermedicinalrath, 1880 Geheimrath. In diesen Stellungen lag ihm besonders die Aufsicht über das Epidemien- und Spitalwesen ob; auch wurde er nach Errichtung des Deutschen Reiches zum Mitgliede der Reichs-Choleracommission und zum außerordentlichen Mitgliede des Reichsgesundheitsamtes ernannt. V. hat sich auch mannigfach um die Förderung der ärztlichen Standesinteressen in seiner engeren Heimat verdient gemacht. Er gründete eine Wittwencasse für badische Aerzte, die er von 1850 an bis zu seinem Lebensende verwaltete, und war auch publicistisch nach der genannten Richtung thätig, indem er eine Zeitschrift für die badisch-ärztlichen Standesinteressen unter dem Titel: „Aerztliche Mittheilungen aus Baden“ 1847 gründete, deren Redacteur er bis zu seinem Ableben blieb. Von seinen übrigen qualitativ und quantitativ nicht unbedeutenden Veröffentlichungen nennen wir: „Ueber Armen- und Krankenpflege in ihrer geschichtlichen Entwickelung mit besonderer Beziehung auf das Großherzogthutn Baden“ (Karlsruhe 1860); „Ueber das Spitalwesen und die Spitäler des Großherzogthums Baden“ (ebd. 1861); „Aerztliche Briefe, Besprechungen über die Stellung der Aerzte im Staate“ (ebd. 1869); „Der ärztliche Beruf“ (Berlin 1870); „Aerztliche Topographie für das Großherzogthum Baden“ (3. Aufl., zuletzt 1879) und verweisen im übrigen auf die im Biogr. Lexicon etc. VI, 151 genannten Quellen.