ADB:Virginius, Andreas (Bibelübersetzer)

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Artikel „Virginius, Andreas“ von Arend Buchholtz in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 40 (1896), S. 14–15, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Virginius,_Andreas_(Bibel%C3%BCbersetzer)&oldid=- (Version vom 26. November 2020, 22:12 Uhr UTC)
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Virginius: Andreas V., Theologe, Bibelübersetzer, geboren im Pastorat Nüggen am 5. Februar 1640; wurde mit zwanzig Jahren Prediger zu Kambi bei Dorpat 1660 und Assessor des Dorpater Consistoriums 1688. Er erwarb 1673 Grundbesitz im Kirchspiel Marienburg im östlichen Livland, der auf seine [15] Nachkommen überging. Gestorben ist er 1701. Sein großes Verdienst besteht darin, daß er eine Reihe geistlicher Schriften in Uebersetzungen dem esthnischen Landvolk zugänglich machte. Gemeinschaftlich mit Lor. Moller und Marcus Schütz bearbeitete er im dörpt-esthnischen Dialekt den großen lutherischen Katechismus und das Gesang- und Handbuch (1684 und 1685), dichtete auch einige geistliche Lieder und übersetzte das neue Testament, die Sprüchwörter Salomonis, die kleinen Propheten und einige andere Bücher des alten Testaments ins Dörpt-Esthnische, die Handschrift ist indessen verloren gegangen.