ADB:Schoenaich-Carolath, Karl Friedrich Fürst von

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Schönaich-Carolath, Johann Karl Friedrich Erbprinz“ von Bernhard von Poten in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 32 (1891), S. 256, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Schoenaich-Carolath,_Karl_Friedrich_F%C3%BCrst_von&oldid=- (Version vom 10. Juli 2020, 23:56 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 32 (1891), S. 256 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Johann Carl Friedrich zu Carolath-Beuthen in der Wikipedia
GND-Nummer 103087729
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|32|256|256|Schönaich-Carolath, Johann Karl Friedrich Erbprinz|Bernhard von Poten|ADB:Schoenaich-Carolath, Karl Friedrich Fürst von}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=103087729}}    

Schönaich: Johann Karl Friedrich Erbprinz S.-Carolath, seit dem 11. October 1763 durch den Tod seines Vaters Fürst von S.-C., preußischer Generallieutenant, ein Sohn des nachmaligen Fürsten Hans Karl von S.-C., preußischen Ministers, am 11. Nov. 1716 zu Carolath in Schlesien geboren, stand zuerst in kaiserlichen Diensten, vertauschte diese 1741 mit preußischen, in denen er am 17. April als Oberstlieutenant im Leibcarabinierregiment (Nr. 11) angestellt ward, wurde 1743 Oberst und zugleich Commandeur des Kürassierregiments von Rochow (Nr. 8) und zeichnete sich in den Schlesischen Kriegen namentlich bei Hohenfriedberg (4. Juni 1745) aus. 1751 erhielt er ein eigenes Kürassierregiment (Nr. 9), bei Ausbruch des Siebenjährigen Krieges war er Generallieutenant, am 2. August 1756 bezeichnete der König ihn in einem Schreiben an Schwerin als einen General, der geeignet sei ein gros corps de cavalerie zu führen (Politische Correspondenz Friedrichs II, 13. Bd.); am 4. April 1757 aber schrieb Friedrich an Schwerin, es sei zu wünschen, daß S. mehr Animosität gegen die Oesterreicher zeige und nicht Jalousie gegen des Königs alte Generale mache; was den Schwarzen Adlerorden beträfe, so möge S. warten, bis der König ihm denselben aus eigenem Antriebe geben würde (a. a. O. 14. Bd.). S. nahm noch in dem nämlichen Jahre seinen Abschied. Den Orden erhielt er 1764, als er im November von einer Sendung nach Warschau zurückkehrte, wohin er aus Anlaß der Wahl von Stanislaus Leszczynski zum König von Polen im Mai jenes Jahres geschickt worden war. Er war seit 1749 mit einer Prinzessin von Anhalt-Köthen vermählt, welche 1786 starb. S. selbst starb am 10. Februar 1791. Seinen Namen verewigt das Friedrichsdenkmal unter den Linden zu Berlin.

Biographisches Lexikon aller Helden und Militärpersonen, welche sich in preußischen Diensten berühmt gemacht haben, 3. Theil, Berlin 1790.