ADB:Salviati, Alexander von

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Artikel „Salviati, Alexander von“ von Bernhard von Poten in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 30 (1890), S. 286, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Salviati,_Alexander_von&oldid=- (Version vom 19. Januar 2020, 20:10 Uhr UTC)
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Salviati: Karl Wilhelm Heinrich Julius Alexander von S., preußischer Generallieutenant, am 9. Februar 1827 zu Berlin, wo sein Vater Geheimer Legationsrath war, geboren und im dortigen Cadettencorps erzogen, ward im August 1843 zum Secondlieutenant im 1. Kürassierregiment zu Breslau ernannt, besuchte 1851–54 die Allgemeine Kriegsschule, ward dann Brigadeadjutant und 1855 zum Großen Generalstabe commandirt, welchem er darauf, eine einjährige Unterbrechung, während deren er Escadronchef im 11. Ulanenregiment war, abgerechnet, in verschiedenen Stellungen bis zum Jahre 1866 angehört hat. Während des böhmischen Feldzuges des letzteren Jahres war er Major und Generalstabsofficier beim Gardecorps. Am 30. October 1866 ward er, als Oberstlieutenant, zum Commandeur des neugebildeten 2. Hannoverschen Dragonerregiments Nr. 16 in Nordheim ernannt. Als er dasselbe im Herbst 1867 dem König Wilhelm vorführte, sagte ihm dieser: „Ich habe selten etwas so Gutes, nie etwas Besseres gesehen.“ Am 18. Juni 1869 wurde er Chef des Generalstabes des VI. Armeecorps zu Breslau. Mit diesem ging er 1870 in den deutsch-französischen Krieg. Commandirender General war der General v. Tümpling; das Militärwochenblatt (s. unten) sagt, daß seine Stellung „eine schwere und besonders verantwortungsreiche“ gewesen sei. Zu kriegerischer Thätigkeit gab sie dem Generalstabschef verhältnißmäßig wenig Veranlassung. Das VI. Armeecorps, mit Rücksicht auf die Haltung Oesterreichs anfangs zurückgehalten, traf erst nach den Einmarschkämpfen der III. Armee bei dieser ein, war während der Tage von Sedan mit der Beobachtung gegen Westen beauftragt und wurde während der Einschließung von Paris durch die Belagerten wenig zu Gefechten veranlaßt; Oberst v. S. aber schied durch seine am 26. Dec. in gleicher Stellung erfolgte Versetzung zum VII. Armeecorps aus demselben aus und nahm mit letzterem an dem harten und siegreichen Feldzuge im Südosten Frankreichs theil. Als nach Beendigung des Krieges preußische Officiere nach Württemberg gesandt wurden, um die eigenen Heereseinrichtungen bei den dortigen Truppen einzubürgern, traf die Wahl auch S.; sie war eine besonders glückliche und hat beiden Theilen zu hoher Befriedigung gereicht. Zunächst mit dem Commando einer Cavalleriebrigade beauftragt, ward er, nachdem er 1875 die vier württembergischen[WS 1] Cavallerieregimenter, zu einer Division vereinigt, bei einer Reiterübung befehligt und sie dem Kronprinzen Friedrich Wilhelm des Deutschen Reiches und von Preußen (nachmals Kaiser Friedrich III.) als Inspecteur der IV. Armeeinspection vorgeführt hatte, am 23. December 1878 zum Commandeur der 27. (2. königlich württembergischen) Division ernannt. Als solcher starb er an einer Lungenentzündung am 22. Februar 1881 zu Ulm, „der Besten Einer“.

Militärwochenblatt Nr. 20, Berlin den 9. März 1881.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: wüttembergischen