ADB:Saint-Quentin, Karl Graf Bigott de

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Artikel „Saint-Quentin, Karl Graf Bigot de“ von Bernhard von Poten in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 30 (1890), S. 193–194, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Saint-Quentin,_Karl_Graf_Bigott_de&oldid=- (Version vom 3. April 2020, 00:10 Uhr UTC)
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Saint-Quentin: Karl Graf Bigot de St.-Q., österreichischer General der Cavallerie, Sohn des am 17. September 1854 zu Mauer bei Wien als Feldmarschalllieutenant i. R. verstorbenen Graf Franz Ludwig, eines geborenen Elsassers, wurde am 12. Juni 1805 zu Neuburg an der Donau geboren, trat, nachdem er im Cadettencorps zu München erzogen war, am 16. Januar 1814 als Unterlieutenant in ein Dragonerregiment und nahm 1848–49, zuerst als Major bei Erzherzog Karl-Ulanen, seit dem 1. Juli 1849 aber als Flügeladjutant des Banus Feldzeugmeister Graf Jellačič an den Kämpfen gegen die Ungarn theil. In letzterer Stellung blieb er, bis er am 5. November 1850 zum Oberst und Commandeur des Dragonerregiments Prinz Eugen von Savoyen ernannt wurde. Nach verschiedenen dienstlichen Verwendungen, welche ihn zur Theilnahme an kriegerischen Ereignissen nicht beriefen, schied er am 1. August 1869 als commandirender General in Lemberg aus dem Dienst und starb am 8. September 1884 zu Kwassitz in Mähren. – Seine Bedeutung liegt auf schriftstellerischem Gebiete. Er ist der Verfasser von zwei, ohne Nennung seines Namens herausgegebenen Büchern, welche den Zweck verfolgen, in dem Officiersnachwuchs des k. k. Heeres [194] den Sinn für soldatische Eigenschaften und ritterliche Tugenden zu wecken und zu fördern. Sie sind dazu in hohem Grade geeignet und haben bleibenden Werth. Das erste führt den Titel „Von einem deutschen Soldaten“, Wien 1847; das andere, zu einer Zeit erschienen, wo Oesterreichs Heil nur noch im Feldlager seines Heeres zu finden war, ist „Unserer Armee“ (Wien 1850) gewidmet. Graf St.-Q. war ein sehr unterrichteter und belesener Mann, von dessen Liebe zu den Wissenschaften die von ihm hinterlassene, namentlich an alten Druckwerken reiche Büchersammlung Zeugnis ablegt.

Oesterreichisch-ungarische Wehrzeitung „Der Kamerad“, Nr. 74, Wien, 13. September 1884.