ADB:Rothensee, Johann Friedrich Ludwig

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Artikel „Rothensee, Johann Friedrich Ludwig“ von Johann Friedrich von Schulte in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 29 (1889), S. 360, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Rothensee,_Johann_Friedrich_Ludwig&oldid=- (Version vom 29. Oktober 2020, 05:54 Uhr UTC)
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Rothensee: Johann Friedrich Ludwig R., katholischer Theolog, geboren zu Nienstedt (Amt Osterode in Hannover) am 27. April 1759, † zu Bruchsal am 26. März 1835. Nach in Hildesheim und Würzburg zurückgelegten Studien wurde er 1782 zum Priester geweiht und als Professor der Philosophie in Hildesheim angestellt, 1785 Vicar am Domstift in Speier und Hofcaplan und Mitglied des Ordinariats in Bruchsal, 1805 nach der Säcularisation Mitglied der kurfürstlichen Kirchencommission mit dem Charakter eines Geheimen Kirchenraths, 1811 Director des bischöflichen Ordinariats. Bei der Errichtung des Erzbisthums Freiburg (1827) trat er in den Ruhestand. Obwohl streng katholisch, verschloß er sein Auge im Angesichte der Mängel des Kirchenwesens nicht und strebte insbesondere nach Verbesserung des Cultus und geistiger Hebung des Clerus. Man machte ihn in Rom verdächtig und einstmals wurde er zur Verantwortung gezogen, weil er Predigten von Reinhard in einen Pastorallesezirkel gebracht hatte. Sein von Räß und Weiß herausgegebenes Buch: „Der Primat des Papstes in allen christlichen Jahrhunderten“, Mainz 1836 ff., 2 Bde. (gut von Carové in Krit. Jahrb. der Deutsch. Rechswissensch. von Richter 1837, II, 995 ff. besprochen) gehört zu den unbedingtesten Apologien desselben. Eine frühere Schrift desselben über das Abendmahl ist gerichtet gegen die von Henhöfer (s. A. D. B. XI, 747) unter dem Titel: „Henhöfer’s unchristliche Lehre vom Abendmahle des Herrn“ u. s. w.

Mersy in Badisches Kirchenbl. Nr. 26 vom 14. Juni 1835. – Katholik, Bd. 57, Beil. S. 28. – Theol. Quartalschr. 1838, S. 712. – F. Kössing in v. Weech, Biogr. II, 209.