ADB:Red, Conrad

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Red., Con.“ von l. u. in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 27 (1888), S. 506, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Red,_Conrad&oldid=- (Version vom 3. August 2020, 10:06 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 27 (1888), S. 506 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Conrad Red in der Wikipedia
GND-Nummer 138407657
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|27|506|506|Red., Con.|l. u.|ADB:Red, Conrad}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=138407657}}    

Red: Con. Red. wird in dem zu Hamburg 1558 gedruckten „Enchiridion geistliker Leder und Psalmen“ der Dichter des Liedes: „Ick dancke dy, Godt, vor alle dyne woldadt, dat du heffst mick u. s. f.“ genannt. Das Lied ist nicht in einem frühern Drucke bekannt. Im Stettiner Gesangbuch von 1576 wird Johann Freder als Verfasser dieses Liedes genannt (s. A. D. B. VII, 327 ff.); aber das ist offenbar Verwechslung mit einem Liede Freders, das einen fast gleichen Anfang hat; wäre Freder Dichter auch dieses Liedes, so hätte man das 1558 in Hamburg gewiß gewußt, wie denn andere seiner Lieder in diesem Hamburger Gesangbuch mit seinem Namen bezeichnet sind. Daß das Lied von einer Frau gedichtet sei, ist eine Annahme, die auf verkehrtem Verständniß des Wortes Gemahl, als ob dasselbe nur den Ehemann, nicht auch die Ehefrau bezeichne, beruht, weshalb auch die Deutung von con. durch coniux (Gattin) hinfällig ist. Die Bezeichnung Con. Red weist auf einen Conrad Red .....; ob an einen Redinger (mit Wackernagel), einen Reder (ein Conrad Rheder, Sohn eines Bergedorfer Rathmannes, starb am 8. November 1575), einen Redeker (der Philologe Konrad Redeker lebte viel später) oder an wen sonst zu denken ist, muß dahingestellt bleiben, so lange jeder weitere Anhalt fehlt. Es ist anzunehmen, daß die Abbreviatur damals in Hamburg unmißverständlich war. Das Lied selbst hat in niederdeutschen Gesangbüchern eine ziemlich große Verbreitung gefunden.

Geffcken, die hamburgischen niedersächsischen Gesangbücher. Hamburg 1857, S. 142. – Wackernagel, das deutsche Kirchenlied IV, S. 111. – Mohnike, des Johannes Frederus Leben und geistliche Gesänge. Stralsund 1840, III, S. 19; hier steht unter Nr. 5 unser Lied und unter Nr. 6 das Lied Freder’s mit dem ähnlichen Anfange. – Goedeke, Grundriß, 2. Aufl. II, S. 206, – Nr. 11.